Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung im DB3 14.12.2000

ALTDORF (DB3) - Am 14. Dezember 2000 fand im Gerätehaus Altdorf die Kommandantenversammlung des Dienstbezirks 3 statt. Neben den Kommandanten und Stellvertretern konnte Kreisbrandinspektor Fritz Pöllot auch die Kreisbrandmeister, Jugendwarte und Schiedsrichter sowie den Feuerwehrseelsorger Herbert Dachs und den Leiter der Atemschutzübungsstrecke Feucht, Armin Zwilling, begrüßen.

In seinem Bericht gab KBI Pöllot einen Rückblick auf die wesentlichsten Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Größter Einsatz war dabei der Gefahrgutunfall auf der A9 bei Feucht am 1.08.2000. Dieser Einsatz stellte sowohl für die eingesetzten Kräfte als auch die Einsatzleitung eine besondere Anforderung dar und machte auch den Koordinierungsbedarf zwischen den anwesenden Einheiten deutlich. Zum Thema Atemschutzstrecke appellierte Pöllot an die anwesenden Kommandanten, wieder mehr Disziplin walten zu lassen, was den Besuch der Atemschutzstrecke angeht. In diesem Zusammenhang dankte er Armin Zwilling für seine geleistete Arbeit.

Besonders die Jugendarbeit im Dienstbezirk 3 habe ihn mit Freude erfüllt, so Pöllot. Dank des unermüdlichen Engagements des Jugendwartes KBM Volkmar Lachmann haben nahezu alle Feuerwehren des Dienstbezirks 3 eine eigene Jugendgruppe oder betreiben zumindest Jugendarbeit. Auch fanden im Jahr 2000 wieder zahlreiche Veranstaltungen der Jugend statt, worauf Lachmann in seinem Bericht aber noch näher einging.

Zum Thema Leistungsprüfung konnte KBI Pöllot in Vertretung des Oberschiedrichters Thomas Pöllot verkünden, daß in diesem Jahr 12 Gruppen mit insgesamt 74 Feuerwehrdienstleistenden die neue Leistungsprüfung FwDV4 abgelegt haben. Die Leistungsprüfung THL nach FwDV13 haben 11 Gruppen mit ebenfalls insgesamt 74 Teilnehmern abgelegt. Er stellte außerdem fest, daß die Leistungsprüfung FwDV4 nach den neuen Richtlinien von den Feuerwehren sehr gut angenommen werde und auch eine deutliche Niveausteigerung zu vernehmen sei.

KBI Fritz Pöllot bei seinem Jahresbericht.
sitzend: KBM Buchner, KBM Lachmann, KBM Schlerf

In diesem Zusammenhang galt sein Dank den scheidenden Schiedsrichter Günther Kulla aus Leinburg, der aufgrund des Erreichens der Altersgrenze von 60 Jahren den Feuerwehrdienst beenden mußte. KBI Pöllot würdigte Kullas gute Ausbildungsarbeit sowie den guten Eindruck, den Kulla bei seiner Schiedrichtertätigkeit stets hinterlassen habe. Als Nachfolger in diesem Amt wurde der Burgthanner Kommandant Karl-Heinz Brunner vorgestellt.

Für das am vergangenen Wochenende abgehaltenene Fahrertraining verlas Pöllot die bei der Bewertung erreichten Punktzahlen. Für weitere Interessenten ist am 18.2.01 eine Wiederholung des Fahrertrainings geplant, Anmeldungen hierzu werden noch entgegen genommen.

KBM Peter Schlerf berichtete von den Neuerungen im Zuschusswesen, die sich im laufenden Jahr ergeben haben. So wurden rückwirkend zum 1.1.2000 die Fördersätze für Fahrzeuge geändert. Außerdem werden Anschaffungen bis 10.000 DM seit kurzem nicht mehr indiviuell gefördert, sondern in Form einer Jahrespauschale an die Gemeinde ausgezahlt. Schlerf wies noch darauf hin, bei Verzögerungen bei der Auslieferung von bestellten Feuerwehrfahrzeugen die Gemeinde unterrichtet werden solle, um gegebenfalls eine Fristverlängerung für den Förderungsbescheid beim Innenministierium zu erwirken. Im Nachhinein seien solche Aktionen immer sehr schwierig.

Für den Jugendbereich gab der Jugendbeauftragte KBM Volkmar Lachmann seinen Bericht ab. So haben im Jahr 2000 im Dienstbezirk 3 33 von 34 den Feuerwehren Jugendgruppen mit insgesamt 216 Jungen und Mädchen geführt, die eine Leistung rund 1400 Ausbildungsstunden erbracht haben. Diese hohe Zahl an Stunden wundert kaum, wenn man die zahlreichen Aktivitäten betrachtet, die im Jahr 2000 abgelaufen sind.

Lachmann berichtete von 6 Jugendwartsitzungen im laufenden Jahr. Zur Fortbildung fuhren die Jugendfeuerwehrwarte nach Weidenberg, wo ein 3tägiges Jugendwartseminar zum Thema "Grundlagen der Feuerwehrarbeit" stattfand. Über die Pfingstfeiertage nahmen die Jugendgruppen aus Schwarzenbruck und Ludersheim am 20. Zeltlager der Jugendfeuerwehr in Gänserndorf bei Wien teil. Ebenso fand heuer das 12. Zeltlager der Jugendfeuerwehren des Landkreises Nürnberger Land in Oberwindsberg statt, wo gleichzeitig die Abnahme der Leistungsspange des DJF angeboten wurde.

Ein bedeutender Tag war auch der 27. Mai 2000, wo in Feucht die bayerische Landesausscheidung im Internationalen Jugendwettbewerb des CTIF ausgetragen wurde. 17 Jugendgruppen aus ganz Bayern traten auf dem Gelände des TSV Feucht zur Landesausscheidung an, dessen Sieger zur Bundesausscheidung nach Augsburg zur bevorstehenden Interschutz fahren durfte. Zeitgleich fand in der Bürgerhalle Moosbach die Delegiertenversammlung der Stadt- und Jugendfeuerwehrwarte Bayerns statt. Lachmann bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den vielen Helfern, die zu diesen Veranstaltungen benötigt wurden.

Als weitere Höhepunkte des Jahres 2000 verzeichnete Lachmann den Wissenstest und den Jugendprojektag im Dienstbezirk 3. Am Wissenstest, der heuer das Thema "Aufbau einer Strahlrohrstrecke" und "Handhabung von Feuerwehrleinen" begleitete, beteiligten sich 132 Jugendliche aus 18 Jugendfeuerwehren. Der 10. Jugendprojektag am 28.10.2000 in Altdorf stand hingegen unter dem Motto "Ausbildung im Feuerwehrdienst", hier nahmen 130 Jugendliche aus dem Dienstbezirk 3 teil.

Am Ende seines Berichtes bedankte sich Lachmann bei allen Jugendwarten und Ausbildern, die dazu beigetragen haben, die gestellten Aufgaben in der Jugendarbeit des DB3 zu einem sehr guten Erfolg zu bringen.

Der Leiter der Atemschutzübungsstrecke Feucht, Armin Zwilling, gab den anwesenden Kommandanten einige Punkte mit auf den Weg, die in Zukunft besser beachtet werden sollen. So bat er darum, die Ausbildungstermine auch einzuhalten und bei Verhinderungsgründen entsprechend abzusagen. Er erinnerte auch, daß die Atemschutzübung nur mit gültiger G26-Untersuchung durchgeführt werden kann. Auch solle die Ausrüstung von 4 Feuerwehrleinen und Handscheinwerfern in ordnungsgemäßen Zustand bzw. funktionstüchtig mitgebracht werden. Wenn in der Wehr Überjacken vorhanden sind, sollten sie auch bei der Atemschutzübung getragen werden. Zum Schluß erwähnte er, daß die Atemschutzstrecke ab sofort unter der neuen Telefonnummer 09128/92579-0 (Fax -11) zu erreichen ist.

Für den Berich Funk gab Bernd Haslinger in Stellvertretung des Kreisfernmeldemeisters KBI Erwin Schneider seinen Bericht ab. Im wesentlichen entsprachen die Inhalte denen, die Scheider auch an der Kommandantenversammlung des Dienstbezirks 2 verkündete. Wichtige Punkte waren das bevorstehende Treffen der Funkausbilder (für den DB3 am 30.01.01 im GH Altdorf) und das Sprechfunkzeugnis am 31.03.01 im Landratsamt Lauf. Haslinger sprach die oft mangelnde Funkdisziplin an und appellierte an die anwesenden Führungskräfte, in diesem Bereich Vorbild zu sein und die Kritikpunkte auch an die Mannschaft weiterzugeben. Zum Schluß bedankte er sich auch im Namen von Erwin Schneider bei allen Ausbildern und Führungskräften für die Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.

Feuerwehrseelsorger Herbert Dachs von der FF Schwarzenbruck stellte sich nochmals kurz vor und gab bekannt, daß Frank Schleicher - ehemals Feuerwehrseelsorger der FF Rummelsberg - aufgrund beruflicher Veränderungen nicht mehr für diesen Dienst zur Verfügung steht. Er freute sich, daß nach langer Zeit jetzt auch die Alarmierung des Notfall- bzw. Feuerwehrseelsorgers über Funkmeldeempfänger im Landkreis eingeführt wurde.

Für den Bereich Ausbildung gab KBM Georg Buchner noch einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Jahr. So konnten auf Dienstbezirksebene insgesamt 7 Lehrgänge angeboten und auch erfolgreich abgeschlossen werden. Darunter waren 3 Atemschutzlehrgänge mit insgesamt 36 Teilnehmern, wobei 1 Lehrgang komplett samstagsfrei abgehalten wurde. Hier kam man denjenigen Kameraden entgegen, die aufgrund ihres Berufes samstags arbeiten müssen und so an den bisherigen Lehrgängen nie teilnehmen konnten. Darüberhinaus fanden in Altdorf, Burgthann und Feucht jeweils ein Grundausbildungslehrgang Truppmann Teil 1 mit insgesamt 50 Feuerwehrdienstleistenden statt, und 21 Kameraden nahmen an einer Maschinistenausbildung teil. Für das Jahr 2001 erinnerte Buchner, daß unbedingt der Bedarf an Lehrgängen an ihn gemeldet werden solle, um die Lehrgänge auch entsprechend planen zu können.

Günther Kulla aus Leinburg blickte auf seine Zeit
als Schiedsrichter zurück.

Zum Schluß sprach der scheidende Schiedsrichter Günther Kulla noch ein paar Worte in eigener Sache. Er blickte zurück auf die vergangenen 40 Jahre seines aktiven Dienstes und seiner Schiedsrichterzeit. Er stellte dabei den Vergleich zu einem Fußballschiedsrichter an, und genauso wie ein Elfmeter eine Tatsachenentscheidung sei, habe auch er in seiner Eigenschaft als Schiedsrichter bei der Feuerwehr manchmal eben Tatsachenentscheidungen fällen müssen, so bitter es für die Mannschaft auch war. Sein Dank galt insbesonders seiner Frau, die ihn bei seinen Tätigkeiten stets unterstüzt habe. Kulla verriet den anwesenden Kommandanten auch ein Rezept, wie man sich den Haussegen trotz intensiver Feuerwehrtätigkeit noch bewahren kann.

Nachdem keine Wünsche und sonstige Anträge vorlagen, bedankte sich KBI Pöllot bei allen Anwesenden für das Erscheinen und wünschte allen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und einsatzarmes Jahr 2001.

Bericht und Fotos: KFV Online

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