Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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3 Einsätze innerhalb 7 Stunden
26.11.2016

FEUCHT - (DB3) – Zur Unterstützung der Feuerwehr Altdorf wurde die Feuerwehr Feucht am frühen Morgen des 24.10.2016 um 01: 43 alarmiert. Mit dem Stichwort „Personenrettung über Drehleiter“ wurden die Feuchter angefordert, da sich das Altdorfer Fahrzeug kurzzeitig außer Dienst befand. Der Patient konnte jedoch sitzend aus der Wohnung in den Rettungswagen verbracht werden, sodass ein Einsatz der Feuchter Drehleiter nicht nötig wurde.

Für die meisten Feuerwehrler hatte nach der kurzen Nacht der Arbeitstag gerade begonnen, als die Leitstelle um 07:56 erneut alarmierte. Diesmal ging es auf die BAB 9 in Fahrtrichtung Berlin kurz vor dem Autobahnkreuz Nürnberg Ost. Gemeldet war ein LKW-Brand, der sich bereits auf der Anfahrt durch eine große Rauchsäule bestätigte. Die Feuerwehr nahm unter schwerem Atemschutz ein Kombischaumrohr vor und hatte den Brand somit schnell unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten wurden mit dem Schnellangriffsschlauch unter Verwendung von Netzmittel aus dem Großtanklöschfahrzeug durchgeführt.

Während der Löscharbeiten war die Autobahn in Fahrtrichtung Berlin komplett gesperrt, wodurch sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau bildete. An dessen Ende kurz vor der Rastanlage Feucht Ost kam es dann gegen 08:53 zu einem Auffahrunfall mit einer schwerverletzten und einer leichtverletzten Person. Aufgrund der Meldung „VU mit eingeklemmter Person“ und die noch beim LKW-Brand gebundenen Feuchter Kräfte wurden die Freiwilligen Feuerwehren Schwarzenbruck und Wendelstein hinzugezogen. Gleichzeitig konnte der Feuchter Einsatzleiter aber ein Löschgruppenfahrzeug sowie den Rüstwagen aus dem Brandgeschehen herauslösen und die Einsatzstelle ebenfalls anfahren. Die restlichen Feuchter Fahrzeuge führten die Nachlöscharbeiten weiter.

Für den als erstes an der Unfallstelle eintreffenden Einsatzleiter aus Feucht zeigte sich, dass der Fahrer eines VW Sprinters das vor ihm liegende Stauende zu spät erkannt hatte, wodurch er seitlich auf einem stehenden LKW auffuhr und auf die Seite kippte. Beim Eintreffen der Feuerwehr befand sich keiner der beiden Insassen des Sprinters mehr im Fahrzeug. Diese wurden zu diesem Zeitpunkt von zwei Kollegen der BF München, die hinter der Unfallstelle im Stau standen, erstversorgt. Da keine Person mehr im Fahrzeug eingeklemmt war, konnte der Einsatzleiter die nachrückenden Einheiten der FF Schwarzenbruck und der FF Wendelstein bis auf den Verkehrssicherungsanhänger abbestellen. Von Seiten der Feuchter Feuerwehr wurde der Abschleppdienst bei der Bergung des Sprinters unterstützt und auslaufender Kraftstoff mit Ölbinder abgebunden. Nach Beendigung dieser Maßnahmen fuhren die Feuchter Kräfte zurück zur ersten Einsatzstelle. Während die zweite Einsatzstelle zügig abgearbeitet werden konnte, zogen sich die Nachlöscharbeiten sowie die Bergung des ausgebrannten LKW noch einige Zeit hin, so dass die letzten Kräfte erst gegen 11.15 die Autobahn wieder verlassen konnten.

Bericht: Christian Lankes, KBM DB3
 

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