Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Zwischenfall im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld – Großübung in Ipphofen
27.10.2016

NBG-LAND/IPPHOFEN - Am Samstag, den 22. Oktober 2016, machten sich Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen aus dem Landkreis Nürnberger Land, dem Landkreis Fürth sowie der Berufsfeuerwehr Nürnberg in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach Ipphofen. Hier wurden Maßnahmen zur Durchführung der sog. „Notfallstation 6“ trainiert.

Insgesamt gibt es in Bayern 12 dieser Notfallstationen. Aufgabe ist es bei Zwischenfällen in Kernkraftwerken die Bevölkerung an festgelegten Orten zu sammeln, zu untersuchen sowie ggf. zu dekontaminieren und medizinisch zu versorgen. Die Notfallstation 6 steht unter der Leitung der Berufsfeuerwehr Nürnberg.

Als Übungsszenario wurde ein Störfall im ca. 40 entfernten Kernkraftwerk Grafenrheinfeld angenommen. Die „kontaminierten“ Personen wurden nun in der „Karl-Knauf-Halle“, in welcher die Notfallstation 6 eingerichtet wurde, gesammelt.

Ab jetzt galt es verschiedene Stationen zu durchlaufen. Diese wurden zusammen mit weiteren 150 Kräften des BRK, ASB, Feuerwehr und THW betreut. Von der Registrierung und Untersuchung durch einen Arzt welcher auf das Fachgebiet „Strahlenschutz“ spezialisiert ist bis hin zur Versorgung und Betreuung wurden diverse Aufgaben durch die eingesetzten Kameraden bewältigt.

Die UG-ÖEL unterstützte den eingesetzten Führungsstab beim Führen einer Lagekarte, erstellen einer Kräfteübersicht sowie verschiedenen weiteren Aufgaben welche beim Eintreten eines Stabes anfallen. Dieser wurde durch einen Örtlichen Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Nürnberg sowie Führungskräften der Kreisbrandinspektion Nürnberger Land und des ABC-Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Fürth besetzt.

Als Besucher und Beobachter, waren Vertreter der Gemeinden, der Städte, der Regierungen sowie der Presse geladen und wurden durch die Übung geführt.

Unter der Führung von Kreisbrandinspektor Holger Herrmann waren Kräfte der Feuerwehr Altdorf, der Feuerwehr Schwarzenbruck, der Feuerwehr Hersbruck sowie die UG-ÖEL des Landkreises Nürnberger Land beteiligt.

Nach ca. 4 Stunden war die Übung beendet und die Kameraden konnten sich nach einer kräftigen Stärkung wieder auf den Rückweg machen.

Unterstützt wurde die UG-ÖEL zusätzlich durch die Feuerwehr Ober-/Unterferrieden, welche das Mehrzweckfahrzeug für die Kameraden zur Verfügung stellte.


Bericht: Florian Stahl, UG-ÖEL Nürnberger Land
 

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