Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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16 neue Maschinisten im Dienstbezirk 2 ausgebildet 01.10.2016

LAUF (DB 2) - Vom 01. August bis zum 03. September 2016 fand in Lauf a. d. Pegnitz ein Lehrgang zum Maschinisten für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge statt. 16 Teilnehmer aus dem Dienstbezirk 2 nahmen daran teil.

 

Dass diese Ausbildung mitten in den Sommerferien stattfand, war „ein Novum und wird hoffentlich die Ausnahmen bleiben“ erläutert Oliver Heinecke von der Laufer Feuerwehr, der sich erstmals als frischgebackener Kreisbrandmeister verantwortlich für die Lehrgangsdurchführung zeigte. Aufgrund des stetig gewachsenen Angebots von der Feuerwehr-Grundausbildung über Atemschutzgeräteträger bis hin zu fachlichen Weiterbildungen in Technischer Hilfeleistung oder bei Gefahrstoffaustritten, die allesamt im Landkreis angeboten werden, blieb am Ende einfach kein anderer Termin mehr übrig „ohne sich mit einer anderen Ausbildungsveranstaltung in die Quere zu kommen“.

 

Den Maschinisten kommt im Einsatz eine hohe Bedeutung zu. Sie müssen nicht nur das Feuerwehrfahrzeug unfallfrei durch den Straßenverkehr bewegen, sondern alle darauf befindlichen Geräte – vom Stromerzeuger bis zur Pumpe – auch in Stresssituationen sicher bedienen können. Bis zum Jahr 1989 wurden sie hierfür eine Woche lang an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg ausgebildet, dann verlagerten die beiden späteren Kreisbrandinspektoren Rainer Fuchs (Rückersdorf) und Jochen Geißler (Behringersdorf) die Ausbildung direkt vor die Haustüre. Seither findet sie in Abend- und Wochenendform im Landkreis Nürnberger Land statt, was zum einen Kosten spart, aber auch besser mit dem Berufsleben der ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer zu vereinbaren ist.

Doch es kam nicht nur auf die einfache Bedienung der Tragkraftspritzen und Fahrzeugpumpen an. Immer wieder wurden vom Ausbilderteam bewusst Fehlfunktionen eingebaut, die von den Teilnehmern augenblicklich erkannt und behoben werden mussten. „Es wäre im Einsatz fatal, wenn ein Trupp, der gerade im Inneren eines brennenden Gebäudes löscht, plötzlich keinen ausreichenden Wasserdruck mehr am Strahlrohr hat. Deshalb bereiten wir die künftigen Pumpenbediener im Rahmen des 41-stündigen Lehrgangs bestmöglich auf diese Situationen vor“, erklärt Ausbilder Erich Meyer von der Rüblandener Feuerwehr.

 

Und noch ein weiteres Novum gab es im Sommer 2016: durch die vielen Regentage hat die Population von Stechmücken enorm zugenommen. Das spürten die angehenden Maschinisten und ihre Ausbilder bei jeder Ansaugübung aus einem Gewässer. Von daher gehört ab sofort ein Mückenspray – neben dem obligatorischen „Maschinistenlappen“ – in die Hosentasche eines jeden Pumpenbedieners.

Erfolgreich am Lehrgang teilgenommen haben: Manuel Gömmel, Steffen Sperber (FF Beerbach), Marco Härlein, Uwe Stusche (FF Behringersdorf), Manuel Noll, Marco Ringer (FF Diepoltsdorf), Markus Britting (FF Großbellhofen), Christian Leibold (FF Großengsee), Sebastian Hofmann (FF Günthersbühl), Matthias Neubing (FF Hüttenbach), Matthias Weidinger (FF Ittling), Dr. Roland Fischer (FF Kersbach), Matthias Maier (FF Neunhof), Thomas Werner (FF Schnaittach), Andreas Otzmann (FF Simonshofen) und Marcus Franken (FF Speikern).

Bericht und Fotos: FF Lauf

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