Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Besuch bei der Feuerwehrkollegen in New York 15.06.2016
  Conrad-Dietrich-Magirus-Preis: Ehrenamtliche aus dem Nürnberger Land waren eine Woche zu Gast in Amerika

14 Feuerwehrleute aus dem Nürnberger Land ernteten jetzt den Lohn für einen außergewöhnlichen Rettungseinsatz vor einem Jahr auf der B 14 bei Ottensoos. Die Gewinner des renommierten Conrad-Dietrich-Magirus-Preises („Feuerwehrteam des Jahres“) waren vom 08. bis 14. Mai 2016 zu Gast bei ihren Kollegen in New York.

Die Reise war der Hauptgewinn des Wettbewerbs um den Titel „Feuerwehrteam des Jahres“, den im Januar sechs Wehren aus dem Landkreis für sich entschieden hatten. Je zwei Ehrenamtliche aus Lauf, Neunkirchen, Ottensoos, Reichenschwand, Rüblanden und Speikern sowie der Notarzt Knud Braeske und Pressesprecher Daniel Bösch waren sieben Tage lang Samstag zu Gast bei der größten Feuerwehr der Welt, dem Fire Department der Acht-Millionen-Einwohner-Metropole. Zehn Tickets sponserte der Löschfahrzeughersteller Magirus, der den renommierten Preis seit 2013 verleiht, vier zusätzliche Plätze bezahlten die fränkischen Feuerwehren aus eigener Tasche, damit möglichst viele Helfer mitreisen konnten.

Unter anderem besuchte die Delegation aus Deutschland mehrere Feuerwehrstationen in Manhattan und die Fire Academy („The Rock“), an der die New Yorker Firefighter ausgebildet werden. Natürlich ging es aber auch an den Ort, an dem die Türme des World Trade Centers standen, und zum 9/11-Memorial, der nationalen Gedenkstätte, die an die rund 3000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnert – unter ihnen 343 Feuerwehrleute, 60 Polizisten und acht Sanitäter. Als Gastgeschenke hatten die Ehrenamtlichen mehrere Uniformaufnäher im Gepäck, die Amerikaner freuten sich über die ungewöhnlichen „Patches“ ihrer deutschen Kollegen. Und der Conrad-Dietrich-Magirus-Preis, der die Form einer kleinen Statue hat, begleitete den Trip ebenfalls. Er wird auch als der deutsche Feuerwehroscar bezeichnet.

Die Feuerwehrleute aus dem Nürnberger Land hatten sich gegen neun Mitbewerber durchgesetzt. Qualifiziert für die Teilnahme an dem Wettbewerb hatten sie sich mit einem spektakulären Einsatz im Mai 2015. Nach dem Vorbild der skandinavischen „Oslo-Methode“ zogen sie nach einem schweren Unfall auf der B 14 ein völlig zerstörtes Auto, in dem ein 40-Jähriger eingeklemmt war, kurzerhand auseinander. Normalerweise wird hydraulisches Gerät eingesetzt, doch die Zeit für diese schonende Form der Rettung war zu knapp. Der 40-Jährige befand sich in einem sehr kritischen Zustand, überlebte aber mit schweren Verletzungen.

Ein Beitrag des Bayerischen Fernsehens aus der  „Frankenschau aktuell“ vom 17.05.2016 findet sich hier im Internet.

 

 

 

Bericht: Pegnitz-Zeitung & FF Lauf
Fotos: Magirus & Feuerwehrteam
 

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