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Feuchter Wehr konnte drei nagelneue Einsatzfahrzeuge in Dienst stellen 10.04.2016
  TLF 4000, Kommandowagen und Gabelstapler übergeben

FEUCHT - In einem feierlichen Rahmen wurden der Freiwilligen Feuerwehr Markt Feucht gleich drei neue Einsatzfahrzeuge übergeben: ein TLF 4000, ein neuer Einsatzleitwagen und ein Gabelstapler mit Elektroantrieb.

Bürgermeister Konrad Rupprecht begrüßte den Landrat Armin Kroder, die evangelische Pfarrerin Barbara Thie, den katholischen Pfarrer Edwin Grötzner, einige Mitglieder des Marktgemeinderates, den Kreisbrandrat Norbert Thiel mit seinem Kreisbrandinspektor Peter Schlerf, Kreisbrandmeister Peter Kölbl, die Vorsitzenden und Kommandanten der Feuchter und Moosbacher Wehr sowie eine Abordnung der Moosbacher Feuerwehr und viele Aktive der Feuchter Wehr.

Bürgermeister Konrad Rupprecht verwies auf die Besonderheit, warum gleich drei Fahrzeuge übergeben wurden. Das neue TLF 4000 ersetzt ein altes TLF 24/50 aus dem Jahr 1985. Das neue Scania-Fahrgestell erhielt einen feuerwehrtechnischen Aufbau der Firma Josef Lentner aus Hohenlinden. In Fachkreisen wird das TLF derzeit eifrig diskutiert, da diese Kombination bei diesem Fahrzeugtyp bisher einzigartig in Deutschland ist. Da es sich bei dem Tanklöschfahrzeug um ein Fahrzeug handelt, welches auch überörtlich im gesamten Landkreis eingesetzt werden kann, beteiligte sich sowohl der Landkreis Nürnberger Land als auch der Freistaat Bayern jeweils mit 97.000 Euro an der Gesamtsumme in Höhe von 352.179,77 Euro, erklärte Bürgermeister Rupprecht.

Als zweites Fahrzeug wurde ein Gabelstapler mit Dieselantrieb aus dem Jahr 1978 durch einen umweltfreundlichen Gabelstapler mit Elektroantrieb der Firma Doosan ersetzt. Die entstandenen Kosten in Höhe von 31.225,60 wurden komplett durch den Markt Feucht übernommen.

Als drittes Fahrzeug wurde noch ein neuer Einsatzleitwagen VW Sharan mit einer entsprechenden Sonderausstattung und einem Gesamtwert von 57.163,97 Euro in Dienst gestellt. Dieser ersetzt einen Ford Mondeo aus dem Jahr 2010, mit dem es im Spätherbst 2014 bei einer Alarmfahrt zu einem unverschuldeten Verkehrsunfall kam. Abzüglich der geleisteten Zahlung von 30.000 Euro durch die Versicherung musste der Restbetrag ohne weitere Fördermittel ebenfalls durch den Markt Feucht getragen werden.

Abschließend wünschte Konrad Rupprecht das die übergebenen Fahrzeugen nur selten im Ernstfall eingesetzt werden müssen, aber wenn es der Fall ist besten Dienst leisten!

Als keinen Luxus, sondern als durch die Bank notwendige und sinnvolle Ersatzbeschaffungen bezeichnete Kommandant Lankes die Neuanschaffungen und bedankte sich gleich namens der Feuerwehr bei all denen, welche die Beschaffung ermöglichten, ganz besonders bei Bürgermeister Rupprecht und den Mitgliedern des Marktgemeinderates. Im Anschluss präsentierte Kommandant Lankes die technischen Details der neuen Fahrzeuge, wobei das Hauptaugenmerk auf dem TLF 4000 lag.

Das Fahrzeug führt neben 5200 Litern Wasser auch Schaum- und diverse Sonderlöschmittel mit. Den Konstrukteuren der Firma Lentner bescheinigte er eine hervorragende Arbeit.

Hervorragende Zusammenarbeit bei diesem Auftrag bescheinigte im Gegenzug Heinrich Hallhuber als Vertreter der Aufbauherstellerfirma gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr Markt Feucht. Auch für die Firma Lentner sei dieser Auftrag eine echte Herausforderung gewesen. Direkt im Anschluss überreichte er den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Konrad Rupprecht, der ihn direkt an Kommandant Christian Lankes weiterreichte.

Der anwesende Landrat Armin Kroder konnte sich auch nicht daran erinnern, dass jemals drei Fahrzeuge auf einmal an eine Feuerwehr übergeben wurden und verwies in seinem Grußwort noch mal ausdrücklich auf diese notwendige Besonderheit

Kreisbrandrat Norbert Thiel lobte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren im gesamten Nürnberger Land und verwies explizit darauf, dass die Einsatzmittel taktisch sehr gut durch den Landkreis verteilt sind. Das bedeutet, dass nicht jede Feuerwehr das gleiche Material vorhalten muss, sondern Sondereinsatzmittel im Bedarfsfall gezielt hinzu alarmiert werden können.

Nach der Segnung durch Pfarrerin Thie und Pfarrer Grötzner konnten die drei Fahrzeuge ausgiebig inspiziert werden. Bei einem gemeinsames Essen mit Umtrunk im Feuerwehrhaus endete der Abend bei gemütlichen Beisammensein.

Bericht und Fotos: FF Feucht

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