Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Jugendflamme im Dienstbezirk 1 abgenommen 05.09.2010

GUNTERSRIETH - Am Samstag den 4. September 2010 legten 12 Feuerwehranwärter aus den Feuerwehren Guntersrieth und Hohenstadt die Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr Stufe I und Stufe II mit Erfolg ab.

Der Jugendbeauftragte des Dienstbezirkes I, Thorsten Brunner, der zuständige Kreisbrandmeister Roland Weidinger und der Kreisbrandinspektor des Dienstbezirk I, Holger Herrmann, begrüßten die teilnehmenden Jugendlichen mit ihren Jugendwarten und Ausbildern.

Bevor die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellten, trafen sie sich bereits einige Stunden vor der Abnahme zu einer kleinen Ausbildungsveranstaltung um die einzelnen Stationen nochmals einzuüben.

Nun galt es, die verschiedenen Stationen der Jugendflamme Stufe I und Stufe II zu bewältigen.

Die Stufe I gliedert sich in insgesamt 5 Aufgabenbereiche.

1. Aufgabenauswahl aus

  • sportlichem
  • kulturellem, musikalischem, kreativem
  • sozialem oder
  • ökologischem Bereich

Bei diesem Punkt übernimmt der Jugendwart selbst die Initiative in seiner Jugendgruppe. Er muss bei der Abnahme einen Nachweis über die Aufgabenauswahl vorlegen (z.B. Zeitungsausschnitt, Fotos, Berichte u.s.w.)

2. Zusammensetzen des Notrufes

Anhand einer geschilderten Lage mussten die Jugendlichen einen Notruf richtig absetzen, der folgende Punkte zu enthalten hatte:

Wer? Was? Wo? Wie? Warten?

Ruf 112, Durchführung als praktisches Beispiel:

Wer meldet den Schadensfall?
Was Was ist genau passiert?
Wo Wo ist der Schadensort/Unfallort?
Wie ist die Situation?
viele Verletzte gibt es?
Welche Schadensbilder gibt es/welche Verletzungen sind erkennbar?
Warten Auf Rückfragen des Notfallempfängers!

3. Anfertigen von 3 Knoten und Stichen

Die Teilnehmer hatten nun die Aufgabe, folgende Knoten und Stiche anzufertigen:

  • Kreuzknoten
  • Zimmermannsschlag
  • Mastwurf mit Halbschlag an der Feuerwehraxt

4. Durchführung von drei einfachen feuerwehrtechnischen Aufgaben

In diesem Aufgabenbereich hatten die Jugendliche drei einfache feuerwehrtechnische Aufgaben zu erfüllen. Sie mussten eine 45 m lange Schlauchleitung zusammenkuppeln, einen doppelt gerollten C-Schlauch innerhalb eines begrenzten Feldes ausrollen und ein CM-Strahlrohr an einen C-Schlauch ankuppeln.

5. Gerätekunde

Im letzten Aufgabenbereich der Stufe I mussten die Teilnehmer die Handhabung eines Verteilers und die Funktion eines Mehrzweckstrahlrohres erläutern.

Die Teilnehmer der Stufe II mussten insgesamt 7 Prüfungsaufgaben aus 3 Aufgabenbereichen bewältigen.

1. Feuerwehrwissen

a) Fahrzeug und Gerätekunde

Bei diesem Aufgabengebiet wird das Finden, Benennen und Erklären der Ausrüstungsgegenstände eines Löschfahrzeuges verlangt. (Fahrzeuge: TSA, TSF, LF, TLF und HLF)

Jeder Teilnehmer muss zwei Gerätelose ziehen, benennt den Lageort des Gerätes bei geschlossenem Geräteraum und erklärt deren Zweck. Es werden die gleichen Geräte wie bei Leistungsprüfung nach FwDV 3, Einheiten im Löscheinsatz Stufe 3, ausgelost. Die gestellte Aufgabe kann jeder Teilnehmer an seinem in der Feuerwehr vorhandenen Fahrzeug durchführen.

b) Absichern einer Einsatzstelle

Bei dieser Aufgabe wird das fachgerechte Absichern eines Einsatzfahrzeuges im offenen Straßenverkehr gemäß der Richtlinie FwDV 13 verlangt. (Fahrzeuge: TSA, TSF, LF, TLF und HLF)

Zwei Prüfungsteilnehmer treten als Trupp vor dem Fahrzeug an. Nach dem Einsatzbefehl des Schiedsrichters müssen die Teilnehmer die Einsatzstelle nach FwDV 1 absichern.

2. Technik in der Jugendfeuerwehr

a) Aufbau eines Wasserwerfers

Bei dieser Aufgabe wird die Vorführung einer Wasserversorgung verlangt. Zwei Prüfungsteilnehmer treten als Trupp neben der TS oder FP an. Die Zuleitung zwischen der Wasserentnahme und der Pumpe ist schon hergestellt und steht unter Druck. Nach dem Einsatzbefehl des Schiedsrichters müssen die Teilnehmer einen improvisierten Wasserwerfer aufbauen. Von der Pumpe ist eine B-Länge zu verlegen und ein Verteiler zu setzen. Anschließend ist eine weitere B-Länge zu verlegen und ein zweiter Verteiler zu setzen. Mit einem C-Schlauch, BM-Strahlrohr und Stützkrümmer ist nun der Wasserwerfer aufzubauen.

b) Kuppeln von zwei B-Druckschläuchen

Es sollen zwei bereits ausgerollte B-Druckschläuche mit Hilfe von Kupplungsschlüsseln zusammengekuppelt werden. Hierfür treten zwei Prüfungsteilnehmer vor den bereits ausgerollten B-Druckschläuchen an. Nach dem Einsatzbefehl des Schiedsrichters müssen die Teilnehmer mittels zweier Kupplungsschlüssel die beiden Schläuche zusammenkuppeln.

c) Vornahme der Kübelspritze

Bei dieser Aufgabe muss jeder Prüfungsteilnehmer den Einsatzbereich und die Funktion einer Kübelspritze erklären. Weiter werden die technischen Daten wie Wasserinhalt und Wurfweite abgefragt.

d) Inbetriebnahme eines Unterflurhydranten

Bei dieser Aufgabe mussten die Teilnehmer einen Unterflurhydranten in Betrieb nehmen.

3. Sport & Spiel

In diesem Bereich mussten die Prüflinge ihre Geschicklichkeit und die Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Nachdem alle Übungen absolviert waren, konnte man zur Übergabe der verdienten Abzeichen kommen. Der Jugendbeauftragte Thorsten Brunner, KBM Roland Weidinger und KBI Holger Herrmann konnten nun die begehrten Abzeichen an die Jugendlichen überreichen und die sehr gute Leistung aller Jugendgruppen loben.

Bericht und Fotos: Thorsten Brunner, Jugendbeauftragter im Dienstbezirk 1

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