Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung 2010 in Röthenbach 20.06.2010

NÜRNBERGER LAND – Am 10. Juni 2010 fand in der Karl-Diehl-Halle in Röthenbach a.d. Pegnitz die Versammlung der Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren und Werkfeuerwehren des Landkreises Nürnberger Land statt. Dabei wurde KBM Lachmann für seine 40jährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet.

Für Kreisbrandrat Norbert Thiel war es die erste landkreisweite Kommandantenversammlung seit seiner Wahl im November 2009. Neben den anwesenden Feuerwehr-Führungskräften begrüßte er Landrat Armin Kroder, den Leiter der Abteilung „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“ am Landratsamt Nürnberger Land, Herrn Bezold, und vom Sachgebiet „Brand- und Katastrophenschutz“ Frau Müller. Weiterhin freute er sich über die Anwesenheit von Herrn Polizeioberrat Markus Rösl, Leiter des Einsatzabschnitts „Ost“ des Polizeipräsidiums Mittelfranken, den Fachberater für Brand- und Katastrophenschutz der Regierung von Mittelfranken, Herrn Horst Settler, sowie den Leiter der Integrierten Leitstelle Nürnberg, Herrn Marc Gistrichovsky.

In seinem Grußwort lobte Landrat Armin Kroder die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt und den Feuerwehr-Führungskräften. Ein Beispiel dafür sei gerade erst zwei Stunden alt, nämlich der Einsatz „Bombenfund in Diepersdorf“. Hier habe sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen seinem Amt und den Hilfsorganisationen reibungslos funktioniere. Er berichtete auch von dem Besuch einer Delegation aus der chinesischen Partnerregion Shenzhen im Landratsamt. Sie informierten sich u.a. über den Katastrophenschutz im Landkreis. Bemerkenswert für die Gäste sei es gewesen, als sie erfuhren, dass der Katastrophenschutz in Deutschland größtenteils von ehrenamtlichen Kräften geleistet wird. In diesem Sinn dankte Kroder allen anwesenden Kommandanten für deren ehrenamtlichen Einsatz.

 

 

Diese Danksagung wurde ganz besonders untermauert, als der Landrat zusammen mit Kreisbrandrat Thiel den Kameraden Kreisbrandmeister Volkmar Lachmann aus Feucht das staatliche Ehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit überreichte. Lachmann trat 1970 in die Feuerwehr Markt Feucht ein und war dort auch 5 Jahre Kommandant. 1998 wurde er zum Kreisbrandmeister im Landkreis Nürnberger Land bestellt. Sein besonderes Engagement gilt der Jugend. Er war Jugendwart in der Feuerwehr Feucht und ist seit 1996 der Jugendbeauftragte des Dienstbezirks 3. In beispielloser Art und Ausdauer schaffte er es, dass seitdem zahlreiche Jugendgruppen im DB 3 neu gegründet wurden und in allen Feuerwehren Jugendarbeit betrieben wird. Dabei unterstützt er die Jugendwarte in allen Belangen, angefangen von der Bereitstellung von Ausbildungsmaterial bis hin zur Durchführung von Übungen. Er ist Organisator vieler Veranstaltungen wie z.B. Jugendprojekttag, Wissenstest, Flamme, Jugendleistungsprüfung, Fahrten und Ausflüge, und sorgt somit dafür, dass sich im Jugendbereich immer „etwas rührt“. Mit den Worten „Du hast in den 40 Jahren deines Feuerwehrdienstes viel erfahren, Gutes, aber auch Unangenehmes, und diese Erfahrungen gibst Du der Jugend weiter. Du bist eine tragende Säule der Jugendarbeit im Landkreis. Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute, Glück und Gesundheit.“ bedankte sich Kreisbrandrat Norbert Thiel bei KBM Volkmar Lachmann und überreichte ihn – zusammen mit Landrat Kroder und KBI Peter Schlerf – das staatliche Ehrenzeichen und die Urkunde für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.

Unter dem Punkt „Personelle Veränderungen“ stellte Kreisbrandrat Thiel anschließend den neuen Kreisbrandinspektor des Dienstbezirk 1, Holger Herrmann, vor. Er war zuvor stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Hersbruck. Neu im Amt ist auch die Kameradin Marion Ohlwärter, stv. Kommandantin der FF Hedersdorf. Sie hat sich dazu bereiterklärt, die Aufgabe der Frauenbeauftragten der Feuerwehren des Landkreises zu übernehmen. Beiden Kameraden wünschte KBR Thiel viel Erfolg in ihren neuen Funktionen und bat die Kommandanten gleichzeitig, sie bei ihren Aufgaben zu unterstützen.

Vorgestellt wurde auch der neue Fachberater Brandschutz der Regierung von Mittelfranken, Herr Horst Settler. Er übernahm die Aufgabe von Günther Nachtsheim, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde. Settler, als Stadtbrandrat von Ansbach selbst in einer ehrenamtlichen Führungsfunktion tätig, bringt damit die idealen Voraussetzungen für das Amt des Fachberaters mit, da er die Feuerwehrpraxis genau kennt und weiß, worauf es bei den Feuerwehren ankommt.

Im weiteren Verlauf griff KBR Norbert Thiel einige Themen des vergangenen Halbjahres auf. So habe er in den ersten Monaten seiner Amtszeit bereits zahlreiche Stellungnahmen zu Bauvorhaben bearbeitet und mit Kommunen Gespräche zu bevorstehenden Einsatzmittelbeschaffungen geführt. Im Landkreis wurden die Hilfeleistungskontingente für überörtliche Einsätze sowie die Löschzüge für landkreis-interne Einsätze überarbeitet. Das Thema „Führen von Einsätzen“ und UG-ÖEL wird demnächst verstärkt aufgegriffen, dazu finden fünf Ausbildungstermine für interessierte Führungskräfte statt. Termine für Feuerwehrjubiläen und Festkommers sollen auch zukünftig beim KBR angemeldet werden. Es soll dabei darauf geachtet werden, dass nicht zwei Jubiläen am gleichen Tag stattfinden.

Thiel wies auf das Sonderkonto „Hilfe für Helfer“ des LFV Bayern hin, das zugunsten von im Feuerwehrdienst verunglückten Kameraden und deren Angehörigen eingerichtet wurde. Unterstützt wird das Sonderkonto auch durch die Aktion „Grisu hilft“. Hier handelt es sich um eine Plüschfigur, die als „Tröster“ bei Einsätzen mit Kindern, als kleiner Helfer bei der Brandschutzerziehung oder als Werbemittel oder Sachpreis bei einer Verlosung für Freude sorgen kann.

Der KBR rief auch dazu auf, die Angebote des Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain stark zu nutzen. Hier finden oft attraktive Sonderaktionen statt. Wie auch in den vergangenen Jahren können die Anmeldungen der Feuerwehrdienstleistenden direkt vom Kommandanten an das BFH geschickt werden. Lediglich Freiplätze müssen über den Kreisbrandrat angemeldet werden. Als Termin nannte Thiel noch die diesjährige Feuerwehraktionswoche, die vom 18. bis 26.9.2010 unter dem Motto „Ihre Feuerwehr – Zupacken statt zuschauen“ stattfindet.

Als nächstes stand der Tagesordnungspunkt „Zusammenarbeit und Betrieb mit der Integrierten Leitstelle“ an. Der Leiter der Integrierten Leitstelle Nürnberg, Herr Marc Gistrichovsky, berichtete, dass der Aufbau der ILS-Technik abgeschlossen sei. Derzeit werden die Disponenten intensiv auf den Start der ILS vorbereitet. Dieser sei für September 2010 vorgesehen. Nach dem Umzug der Rettungsleitstelle von der Sulzbacher Straße in die ILS Anfang September wird kurz darauf auch die Feuerwehralarmierung für den Landkreis Nürnberger Land von der ILS übernommen. Mit etwa 1,2 Mio zu betreuenden Einwohnern wird die ILS Nürnberg damit die drittgrößte integrierte Leitstelle in Deutschland werden.

 

 

Von der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr konnte Polizeioberrat Markus Rösl vom Polizeipräsidium Mittelfranken – Einsatzabschnitt Ost – nur Positives berichten. Sicherheit und Schutz der Bürger, dies seien gemeinsame Aufgaben von Polizei und Feuerwehr. Dies gelte nicht nur für Einsätze, sondern auch für die weiteren vielfältigen Tätigkeiten wie die Absicherung von Veranstaltungen und Festzügen, bei denen man sich gegenseitig unterstützt. Dabei überbrachte Rösl auch den Dank der Dienstellenleiter der Polizeiinspektionen des Landkreises.

 

 

 

Nachdem es beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ keine Wortmeldungen gab, schloss KBR Thiel die Versammlung um 21:20 Uhr.

Bericht und Fotos: KFV Online

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