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Großübung bei der Firma Sebald Zement in Hartmannshof 22.04.2010

HARTMANNSHOF – Am Samstag, den 17. April 2010 wurde um 15.45 Uhr ein Großalarm für die 9 Feuerwehren der Gemeinde Pommelsbrunn und die Feuerwehr Weigendorf (Lkr. Amberg-Sulzbach) ausgelöst. Grund war eine Großübung bei der Firma "Sebald Zement" in Hartmannshof, bei der die zwei Einsatzszenarien "VU PKW mit einem 40-Tonnen schweren Radlader" und "Gebäudebrand mit 5 vermissten Personen" geübt wurden.

Beim Eintreffen der Wehren wurden diese von der Einsatzleitung der Feuerwehr Hartmannshof am Werkseingang über Auftrag und Standort eingewiesen. Einsatzleiter Ralf Höfler verteilte die Aufgaben und gab an die Fahrzeuge Werkspläne mit Standortmarkierungen aus, die von der Sebald Zement GmbH der Feuerwehr zur besseren Koordination im Werksgelände ausgehändigt wurden. Die Wehren aus Hartmannshof und Pommelsbrunn erhielten den Auftrag: Nach einem schweren VU zwei Verletzte aus einem PKW mit Hilfe der zwei Rettungssätze zu befreien, den 40 Tonnen schweren Radlader zu sichern und den verletzten Fahrer aus dem Führerhaus in 3m Höhe zu retten.

Dies war für beide Wehren die erste Übung an solch einer gigantischen Baumaschine. Unter der Leitung von Harald Ringer und Armin Herger gingen die Wehren vor. Die Rettung des Verletzten Fahrers stellte sich als ziemlich kompliziert dar, da im und ums Führerhaus sehr wenig Platz für die Retter zur Verfügung steht und die Höhe so einige Gefahren beinhaltet. Der Patient wurde von der zuerst eintreffenden örtlichen Wehr aus Hartmannshof erstversorgt und anschließend in Zusammenarbeit mit den Pommelsbrunner Kameraden mit Hilfe einer Steckleiter gerettet. Die zwei Verletzten im PKW wurden mit Hilfe von Spreizer und Schere aus dem Fahrzeugwrack befreit. Es wurden Türen, Fenster und das Dach von den zwei Wehren entfernt und beide Opfer patientengerecht gerettet.

Bei dieser Übung zeigte sich erneut die sehr gute und langjährige Zusammenarbeit der Feuerwehren Hartmannshof und Pommelsbrunn. Speziell auf dem Gebiet der Technischen Hilfeleistung, das die beiden Wehren abdecken.

Die als zweite eintreffende Feuerwehr Weigendorf unter der Leitung von Jens Sollner begann mit der Personenrettung unter Atemschutz am Brandobjekt, des Weiteren wurde ein Außenangriff mit zwei C-Rohren vorgenommen. Unterstützt wurden diese von der Feuerwehr Hohenstadt mit ihrem neuen LF10/6, die -geführt von Wieland Brunner - ebenfalls mit Atemschutz, zwei C-Rohren und einem Schaumrohr im Einsatz waren.

Die Feuerwehren aus Guntersrieth, Stallbaum, Heldmannsberg und Fischbrunn erstellten die Wasserförderung vom Bach bis ins Werk zur Versorgung der beiden Fahrzeuge aus Weigendorf und Hohenstadt. Aufgrund des großen Höhenunterschieds wurden hier 4 Tragkraftspritzen benötigt, um für den nötigen Druck sorgen zu können.

Die Feuerwehren Eschenbach und Hubmersberg legten eine weitere B-Leitung vom Unterflurhydranten auf die Südseite des Werksgeländes, um den nötigen Brandschutz bei der Technischen Hilfeleistung sicherzustellen.

Die Einsatzleitung unter dem Stellvertretenden Kommandanten der Hartmannshofer Wehr, Ralf Höfler, koordinierte die Geschehnisse aus dem Mehrzweckfahrzeug von Hartmannshof. Vor Ort wurden die Feuerwehren von Stefan Ringer, der sich ebenfalls um die Belange des Werks kümmerte, unterstützt. Ausgearbeitet wurde die Übung vom Führungsteam der Hartmannshofer Wehr, die einige Stunden in die Vorbereitung auf so ein Großprojekt investieren mussten.

Beobachtet wurde die Großübung von Kurt Tausendpfund, Geschäftsführer der Firma Sebald Zement GmbH, den beiden Bürgermeistern der Gemeinde Pommelsbrunn, Jörg Fritsch und Gerhard Diebow, und dem Bürgermeister der Gemeinde Weigendorf, Georg Schmidt.

Thorsten Brunner, Kommandant der Feuerwehr Hartmannshof, lobte die gute Arbeit der 10 Wehren und bedankte sich bei seinem Führungsteam für die Planung dieser Übung. Kreisbrandmeister Armin Herger lobte im Namen der Kreisbrandinspektion die geleistete Arbeit. Einsatzleiter Ralf Höfler bedankte sich bei den teilnehmenden Feuerwehren für die gute Zusammenarbeit und erläuterte kurz die Übung. Weiterhin bedankte sich Ralf Höfler im Namen der Feuerwehren bei Kurt Tausendpfund für die gute Unterstützung.

Bericht und Fotos: FF Hartmannshof

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