Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2008: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

 

Feuer in Hohensteiner Wanderheim 14.10.2008

HOHENSTEIN - Rauch dringt aus dem Wanderheim in Hohenstein. Ein aufmerksamer Handwerker eines Hersbrucker Heizungs- und Sanitärunternehmen handelt schnell. Die alarmierten Feuerwehren konnten das sich ausbreitende Feuer in der Küche eindämmen. Weiterer Schaden entstand allerdings durch den Brandrauch im gesamten Gebäude.

"Feuermeldung - Gemeindehaus Hohenstein 5" lautete die Durchsage der Leitstelle Nürnberg kurz vor 10 Uhr bei der Alarmierung der Feuerwehren aus Hohenstein, Kirchensittenbach und Hersbruck. Der Mitteiler, ein 44-jähriger Handwerker der im Nachbarhaus tätig war, unternahm erste Löschmaßnahmen mit einem Gartenschlauch.

Wie wertvoll die Ortsfeuerwehren sind, hat sich auch hier wieder herausgestellt. Aufgrund der Ortkenntnis war schnell klar, dass es sich nicht um das Gemeindehaus unterhalb der Burg sondern um das Wanderheim des Fränkischen Albvereins im Ort handelt. Die Hohensteiner Kräfte leiteten erste, wichtige und zeitsparende Maßnahmen auch für die nachrückenden Kräfte ein.

Bereits auf der Anfahrt ließ KBI Thiel die Alarmstufe erhöhen. Die Feuerwehren aus Hormersdorf, Wallsdorf und Velden rückten nun ebenfalls an. Vier Atemschutzgeräteträger konnten die vorbereitete Leitung übernehmen und im Innenangriff das Feuer in der im Erdgeschoß befindlichen Küche schnell löschen. Während ein weiterer Trupp die Zimmer mit etwa 40 Schlafgelegenheiten in den oberen Stockwerken durchsuchte, wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Dichter, beißender Brandrauch hatte sich im gesamten Gebäude ausgedehnt.

Die Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Die Fehlbodendecke zeigte sowohl von unten als auch von unten verdächtig heiße Stellen auf. Um letztendlich ausschließen zu können, daß sich der Brand nicht schon bis in die Decke vorgearbeitet hat, musste diese eröffnet werden. Hier konnten aber keine Glutnester aufgefunden werden, sodass auf ein weiträumiges Öffnen der Fehlbodendecke verzichtet wurde.

Die teilweise unter Atemschutz in Bereitschaft stehenden Kameraden aus Velden konnte abrüsten. Nachdem auch das Gebäude zügig entraucht werden konnte, war der Einsatz einer zweiten Wärmebildkamera nicht erforderlich. Die Kameraden aus Velden und der anderen Wehren konnten einrücken.

Nachdem das Gebäude vollständig entraucht und auch ohne Atemschutz wieder zu betreten war, konnte auch die Feuerwehr Hersbruck wieder einrücken. Die Feuerwehren Hohenstein und Kirchensittenbach blieben noch für zwei Stunden als Brandwache vor Ort. Die Brandursache wird im Bereich eines technischen Defekts vermutet. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen bei etwa 50.000€.

Wie wichtig rechtzeitige Nachalarmierungen und gemeinsame Übungen sind, hat sich auch hier wieder gezeigt. Ein Trupp im Innenangriff bestand aus einem Kameraden aus Kirchensittenbach und einem aus Hersbruck. Da ist vorher geschaffenes Vertrauen wichtig.

Aufgrund der Alarmzeit wäre es wohl bei einem ausgedehnten Gebäudebrand, ohne die Nachalarmierung weitere Atemschutzgeräteträger der FF Velden sehr eng geworden. Unter Tags haben wohl sehr viele Feuerwehren inzwischen Personalknappheit. Ihre Feuerwehr würde sich freuen, wenn Sie sich auch dazu entschließen könnten in Gemeinschaft anderen zu helfen. Wir leben vom Nachwuchs.

Eingesetzte Kräfte:
KBI Thiel
KBM Pawelke
FF Hohenstein mit TSA
FF Kirchensittenbach mit 32/11/1 und 32/21/1
FF Wallsdorf mit 43/44/1
FF Hormersdorf mit 104/21/1
FF Velden mit 61/10/1 und 61/40/1
FF Hersbruck mit 14/11/1, 14/21/1, 14/30/1 und 14/40/1
ELRD, NEF, 2 RTW
Polizei

Bericht und Fotos: FF Hersbruck

Zurück | Gesamtübersicht Berichte | Berichte 2008: Chronologisch Thematisch Einsatzberichte

Copyright © 2008 by Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Created by Michael Brunner, Bernd Haslinger, Florian Krüger