Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Verkehrsunfall auf der A6 bei Alfeld 27.03.2008

ALFELD (DB1) -Am 26.03.2008 wurde die FF Alfeld gegen 06:45 Uhr unter den Alarmstichwort "nach VU läuft Öl aus" auf die BAB 6, Fahrtrichtung Nürnberg, alarmiert. Der Einsatzablauf gestaltete sich aufwändiger, als es die Alarmierung zuerst vermuten lies.

Wegen eines vorangegangenen Unfalls hatte sich im morgendlichen Berufsverkehr ein Rückstau gebildet, der kurz nach der Autobahneinfahrt Alfeld endete. Ein Betonbauer aus Ostbayern erkannte aufgrund des starken Schneefalls das Stauende zu spät und fuhr in voller Fahrt mit seinen Mercedes Vito frontal in das Heck eines slowakischen Sattelschleppers, welcher auf der rechten Fahrspur stand.

Fahrer und Beifahrer wurden Dank Sicherheitsgurt und Airbag nur leicht Verletzt und konnten das Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Weniger Glück hatte der dritte Fahrzeuginsasse auf der Rücksitzbank. Bei Aufprall des Fahrzeug zog er sich schwere Rückenverletzungen zu. Von Unfallzeugen wurde der Mann aus den verunfallten Wagen gerettet und zum Schutz gegen die Witterung in einen zufällig am Unfallort vorbeikommenden Kraftomnibus der bayerischen Bereitschaftspolizei verbracht.

 
Die Batterie wird abgeklemmt und ausgelaufene Betriebsmittel abgebunden...

Der Feuerwehr stellte sich beim Eintreffen am Unfallort folgende Sachlage dar:
Der Mercedes Vito stand mitten auf der rechten Fahrspur, die Ölwanne war aufgerissen und das ausgelaufene Öl hatte sich Richtung Standspur verteilt, im Fahrzeug befanden sich keine Personen mehr. Es hatte sich bereits ein Rückstau gebildet, die Fahrzeuge fuhren langsam auf der Überholspur am Unfallfahrzeug vorbei. Ca. 50 Meter voraus stand ebenfalls auf der Fahrspur der slowakische Sattelschlepper, 50 Meter zurück stand der Kraftomnibus der Bereitschaftspolizei. Die Fahrbahnen waren vom Schnee befreit, die Standspur war schneebedeckt. Polizei und Rettungsdienst waren noch nicht vor Ort.

 
Durch die Feuerwehrkräfte wurde die Unfallstelle abgesichert , die Fahrbahn von herumliegenden Fahrzeugteilen gereinigt und mit den Abbinden der ausgelaufenen Betriebsstoffe begonnen.
Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes übernahmen Feuerwehrsanitäter auch die Erstversorgung und Betreuung des Verletzen im Kraftomnibus.

Nach Eintreffen des Rettungsdienstes wurde angesichts der Verletzungen der am Nürnberger Flughafen stationierte Rettungshubschrauber Christoph 27 zum schonenden Transport des Verletzten ins Südklinikum Nürnberg nachgefordert. Um die Landung des Helikopters zu Ermöglichen, musste die Autobahn durch die Feuerwehr für eine Stunde komplett gesperrt werden.

Bis 09:00 Uhr war die Unfallstelle geräumt und die Rettungseinheiten konnten wieder an ihren Standort zurückkehren.

Am Mercedes entstand ein Sachschaden von cirka 10.000 Euro, der Sattelschlepper konnte seine Fahrt fortsetzten.


FF Alfeld 18/21/1, 18/43/1
Polizei
Rettungsdienst 2 RTW, RTH

Fotos und Bericht: FF Alfeld

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