Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Rüstwagen in Röthenbach offiziell übergeben 04.10.2005

RÖTHENBACH/PEGN. (DB2) - Am Samstag, dem 01.10.2005 fand im Gerätehaus der Feuerwehr Röthenbach a.d. Pegnitz die offizielle Übergabefeier für den neuen Rüstwagen statt.

Um 19.00 Uhr konnte Kommandant Klaus Keim zahlreiche Gäste in der festlich geschmückten Fahrzeughalle begrüßen. Nach der Begrüßung aller Ehrengäste gab Kommandant Keim in einer PowerPoint-Präsentation einen kurzen Überblick über die 26 Jahre Dienstzeit des alten RW2, der vor kurzem an einen Abbruch- und Bergungsbetrieb in der Nähe von Kiel an der Ostsee verkauft werden konnte.

 
Kommandant Keim bei seiner Rede
Die Präsentation der Geschichte des alten Rüstwagen
Die gut gefüllte Fahrzeughalle

Ende der 70er Jahre wurden im Landkreis Nürnberger Land aufgrund der zunehmenden Anzahl von Verkehrsunfällen sechs Rüstwagen mit einen Sonderzuschuß des Landkreises beschafft. Nach den Feuerwehren Lauf, Schwaig, Hersbruck, Altdorf und Feucht bestellte die FF Röthenbach als letzte Feuerwehr einen Rüstwagen; sie war aber die erste Feuerwehr im Landkreis die über ein derartiges Fahrzeug, das ausschließlich im Bereich der technischen Hilfeleistung eingesetzt wird, verfügte. Am 31. August 1979 konnte bei der Firma Iveco-Magirus in Ulm das Fahrzeug abgeholt werden und kostete damals 281.800 DM.

Obwohl der Röthenbacher Rüstwagen Dank der Pflege der Kameraden äußerlich noch in einem sehr gepflegten Zustand war, zeigte er aufgrund des Einsatzgeschehens in den zurückliegenden 26 Jahren in technischer Hinsicht deutliche Verschleißerscheinungen.Die Ersatzbeschaffung des Rüstwagens Baujahr 1979 war ursprünglich für das Jahr 2003 geplant und mußte u.a. wegen des Förderstopps in Bayern auf das Haushaltsjahr 2005 verschoben werden. Der Röthenbacher Stadtrat genehmigte am 3. Dezember 2003 die europaweite Ausschreibung und am darauffolgenden Tag wurden die Ausschreibungsunterlagen bei der Europäischen Gemeinschaft in Luxemburg eingereicht. Nach mehreren, oft bis in die Nacht dauernden Auswertungen der Angebote und Sitzungen des Verwaltungsrates fiel Ende Februar 2004 die Entscheidung zugunsten des Fahrzeuges der Fa. Iveco-Magirus. Am 28. September 2004 folgte dann die Bestellung des Rüstwagens der neuen Norm zum Gesamtpreis von ca. 325.000 Euro. Dazwischen lag von Januar bis August 2004 ein vom Bayer. Innenministerium verhängter Förderstopp. Kommandant Klaus Keim dankte allen an dieser Beschaffung beteiligten Personen.

Dank der hervorragenden Verbindungen zu den verantwortlichen Herren der Fa. Iveco-Magirus wurde er in einer Rekordzeit aufgebaut und von Verantwortlichen der Feuerwehr Röthenbach bereits am 11. Mai 2005 im Werk Weisweil abgeholt. Bezuschusst wurde der Rüstwagen vom Freistaat Bayern und dem Landkreis Nürnberger Land mit jeweils 90.000,- EUR, den Rest trägt die Stadt Röthenbach a.d. Pegnitz. Da ein solches Fahrzeug nur etwa alle 25 Jahre beschafft wird, wird dieser im nächsten Jahr am Tag der offenen Türe der Bevölkerung ausführlich vorgeführt.

Im Anschluss an die Worte des Kommandanten traten Bürgermeister Günther Steinbauer und Landrat Helmut Reich nacheinander an das Rednerpult. Beide gratulierten der Feuerwehr Röthenbach zu diesem Fahrzeug. Landrat Reich hob hervor, dass Leute, die sich in Ihrer Freizeit ehrenamtlich für ihre Mitbürger engagieren auch das nötige Equipment benötigen, was hier mit der Beschaffung des Rüstwagens geschehen sei. Es sei wichtig, so Reich, dass es nicht nur Leute gäbe, die Worte wie Solidarität und Hilfe am Nächsten in den Mund nehmen, sondern dies tatsächlich tatkräftig ausüben.

 
Bürgermeister Steinbauer und Landrat Reich bei Ihren Reden

Im Anschluss an ihre Worte übergaben beide die Fahrzeugschlüssel symbolisch an Kommandanten Klaus Keim und wünschten ihm und seiner Mannschaft wenige Einsätze mit dem Gerät, bei Einsätzen eine gute Hand zum Helfen und allzeit unfallfreie Fahrt.

In seiner Rede gratulierte auch Kreisbrandrat Bernd Pawelke der Feuerwehr Röthenbach zur Beschaffung des neuen Rüstwagens. In seiner Rede ging er kurz darauf ein, dass hochtechnisches Gerät in den Feuerwehren nicht fehlen darf um professionell Hilfe leisten zu können. Aber genauso wichtig seien die Menschen die ehrenamtlich Tag und Nacht ihren Mitmenschen zur Verfügung stehen um Hilfe zu leisten und das hochtechnische Gerät bedienen. Im Anschluss an seine Rede übernahm Kreisbrandrat Pawelke noch eine Ehrung. Er überreichte Bürgermeister Steinbauer die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für seine tatkräftige Unterstützung der Feuerwehr in den letzten Jahren.

 
KBR Pawelke bei seiner Rede und der Auszeichnung von Günther Steinbauer

Aber nicht nur eine Fahrzeugübergabe gab es zu feiern. Bereits seit 15 Jahren besteht die Freundschaft zwischen den Feuerwehren Werdau in Sachsen und Röthenbach a.d. Pegnitz. In diesen 15 Jahren fanden viele gegenseitige Besuche und Feierlichkeiten statt um diese Freundschaft zu pflegen. Begonnen hat diese Freundschaft beim Röthenbacher Stadtempfang im Jahr 1990 wo sich der damalige Werdauer Kommandant Walter Tröger und Kommandant Keim gleich näher kamen, erste Kontakte knüpften und Freunde wurden. Noch im gleichen Jahr hatten die Röthenbacher Kameraden einen TSA zu verschenken, feierten die Übergabe des Großtanklöschfahrzeuges TLF 24/50 und waren bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde in Werdau present. Hier grillte man Nürnberger Bratwürste und schenkte Glühwein aus.

Wehrleiter Peter Daßler und Kommandant Keim sind sich einig, auch in der Zukunft diese sächsisch-bayerische Feuerwehrfreundschaft zu pflegen und in Ehren zu halten. So nahm Klaus Keim die Festveranstaltung gerne zum Anlaß allen Kameraden zu danken, die für diese freundschaftlichen Verbindungen mit den Partnerfeuerwehren eintreten. Dann bat er Wehrleiter Peter Daßler, zusammen mit dem Werdauer Oberbürgermeister Herrn Dittrich zu sich auf die Bühne um sie gleichzeitig um ihr Grußwort bitten.

Wehrleiter Daßler bei seinem Grußwort
Übergabe mehrerer Gastgeschenke der Werdauer Wehr an die Röthenbacher Kameraden
   

Wehrleiter Daßler freute sich über die 15jährige Freundschaft mit der Röthenbacher Wehr und hob einige Geschehnisse der Vergangenheit hervor. So war man glücklich einen Partner zu haben, der die Werdauer Wehr bei der ersten Beschaffung nach dem Mauerfall unterstützte. Viele Telefonate mit der Feuerwehrführung und der Stadt Röthenbach waren notwendig um sich mit den Gegebenheiten des "freien Marktes" im Bereich der Fahrzeugbeschaffung vertraut zu machen. Oberbürgermeister Dittrich freute sich ebenfalls über die schon 15 Jahre bestehende Partnerschaft und hofft, dass sich diese Partnerschaft noch über viele weitere Jahre erstreckt.

Beide Wehren überreichten zur Erinnerung an ihre Freundschaft mehrere Geschenke. Nach einem Beschluss der Röthenbacher Verwaltung wird alle fünf Jahre ein aktuelles Mannschaftsbild angefertigt, der aktuelle Fuhrpark fotografiert und dies alles in einem Bild vereinigt. Als Gastgeschenk erhielten die befreundeten Wehren dieses Bild in einem kleineren Format.

 
Gastgeschenke der Werdauer Wehr an die Wehren aus Frankreich und Österreich
Grußwort des französischen Wehrführers
Gastgeschenk der Franzosen

Da die Feuerwehr Röthenbach insgesamt mit drei Wehren eine Partnerschaft pflegt, traten auch noch die Vertreter der Wehren aus der französischen Stadt Les Clayes Sous Bois und aus Bad Gleichenberg in Österreich an das Rednerpult Alle gratulierten der Röthenbacher Wehr zur Übergabe des neuen Fahrzeuges und den beiden Wehren aus Röthenbach und Werdau zum Jubiläum ihrer Freundschaft. Auch hier wurden einige Gastgeschenke überreicht. Die französischen Kameraden luden alle drei Wehren zu sich ein um die gegenseitigen Partnerschaften zu feiern.

Der Röthenbacher Fuhrpark und das aktuelle Mannschaftsbild

Nachdem noch die letzten Grußworte einiger Gäste beendet waren, schloss Kommandant Keim den offiziellen Teil der Feierlichkeiten und lud zum Abendessen bei gemütlicher Musik ein.

Bericht und Fotos: KFV-Online

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