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Berichte aus dem Nürnberger Land

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Volles Haus beim Tag der offenen Tür 2.10.2005

HERSBRUCK - Feuer, Explosionen, Pkw Unfall, Feuerwehrfanshop, großes Kinderland, Bierkastenklettern, Fahrten mit dem alten Tanker und dem Nürnberger Kinderlöschzug zogen am 24. September 2005 viele Interessierte zum "Tag der offenen Tür" der Feuerwehr Hersbruck.

Bereist seit einigen Tagen machte das selbst gestaltete Plakat vor dem Gerätehaus auf den Tag der offenen Tür aufmerksam. Um der Bevölkerung den Termin nochmal in Erinnerung zu rufen, fuhr der von der Jugendfeuerwehr voll besetzte Kinderlöschzug eine große Runde durch die Stadt und verteilte an markanten Punkten Flugblätter mit Informationen zum "Tag der offenen Tür".

Um 13.00 Uhr war der später vollbesetzte Kinderlöschzug noch sehr spärlich besetzt, was sich aber nach kurzer Zeit änderte. Sowohl der Nürnberger Kinderlöschzug wie auch das historische Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Hersbruck waren - kaum am Gerätehaus wieder eingetroffen - schnellstens wieder besetzt.

Bevor die Vorführungen um ca. 14.00 Uhr begannen, konnten sich Interessierte durchs Gerätehaus führen lassen und viel Hintergrundinformationen über die Arbeiten in der Schlauchpflege, der Atemschutzwerkstatt und der Einsatzzentrale sowie über die allgemeinen Themenbereiche der Feuerwehr mitnehmen. Bevor die Führung im Florianscafe endete, gings vorbei an der Modellbaugruppe ins 1.OG zu den Schulungs- und Planspielräumen.

Im Florianscafe standen die Damen der Feuerwehrkameraden bereit, um die selbstgebackenen Kuchen, wie den "Keller unter Wasser", die "Florianstorte" oder den "Flammenkuchen" zusammen mit Kaffee auszugeben. Dabei konnten sich die Besucher mittels einer Bilder-Präsentation über vergangene Einsätze und Mitglieder der FF Hersbruck und deren Arbeitgeber informieren.

 

 

Zur Einleitung der Vorführungen explodierten im eigens gebauten Behälter zwei Haarspraydosen mit lautem Knall und einem großen Feuerball.

Kommandant Georg Bock kommentierte diese und alle folgenden Aktionen und gab dabei Hintergrundinformationen an das erstaunte Publikum weiter. So erfuhren sie, dass sich diese eben gezeitigte Explosion erst kürzlich beim Wohnhausbrand in Altensittenbach während des Innenangriffs der Atemschutztrupps mehrfach statt gefunden hat.

Während sich die Erwachsenen bei den Wehrmännern über die Feuerwehr und deren Fahrzeuge informierten, konnten sich die Kleinen hinter dem Gerätehaus austoben. Ein Feuerwehrscooter, ein Feuerwehrdorf mit Brandhaus und Feuerwache und eine Spritzwand standen für die kleinen Floriansjünger ebenso bereit wie das Actionpainting der Lebenshilfe. Die Fa. Bals - Brandschutzerziehung stellte ihren Feuerwehrfanshop auf und führte professionelle Brandschutzerziehung mit den Kleinen durch.

Die schon etwas größeren und mutigeren Jugendlichen durften sich am Bierkastenklettern üben. Über die Drehleiter gesichert, wurden des öfteren 25 Bierkästen in der Höhe erzwungen. Zunächst schien die 13-jährige Sophia Schulz unschlagbar zu sein, dann aber schlug die 11-jährige Sina Schreiber zu und stellte somit den Tagesrekord auf. Erst beim 34 Bierkasten fiel sie in die Sicherung.

Im Feuerwehrhof wurde nach der Haarspraydosenexplosion inzwischen ein Pkw zur schonenden Personenrettung vorbereitet. Nachdem unser Motto dieses Jahr "Hände, die anpacken….." lautete, wollten wir den Zuschauern auch einmal die Möglichkeit bieten, kräftig mit anzupacken. So suchte Kommandant Georg Bock Freiwillige aus dem Publikum, die mit Hilfe von technischem Rettungsgeräten "Opfer" aus den Pkw's retteten.

In kleinen Arbeitsschritten wurden sie jeweils von einem Feuerwehrmann angeleitet, was zu tun ist. Angefangen vom Unterbauen des Fahrzeuges über das Scheibenabkleben und deren Zerstörung mit dem Federkörner, dem Durchschneiden der A-, B-, und C-Säule bis hin zur Rettung der eingeklemmten Person schwitzten sich die freiwilligen Helfer durch das Schadensszenario.

Für den Hunger zwischendurch gab es zwa im Weckla von verschiednen Metzgern Hersbrucks. Auch das leckere Hersbrucker Bier fand reichlich Absatz. Nebenbei bemerkt ist die Bürgerbräu Hersbruck eine der Firmen, die Feuerwehrmänner für den Dienst am Nächsten beim Einsatz freistellt, was leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Bereits im Vorfeld wurden deshalb speziell die Arbeitgeber von der Feuerwehr Hersbruck persönlich eingeladen, die Ihre Mitarbeiter zur Sicherheit der Hersbrucker Bevölkerung vom Arbeitsplatz frei stellen, wenn der Meldeempfänger Alarm meldet.

Dies gab uns die Gelegenheit, sich im Namen aller Hersbrucker für die Beschäftigung vom Feuerwehrmännern zu bedanken und gleichzeitig den Chefs zu zeigen, dass es wichtig und nützlich ist, solche Feuerwehrmänner, die gewohnt sind, alleine und in der Gruppe anzupacken, Verantwortung zu zeigen und schnell und richtig auf geänderte Situationen zu reagieren, zu beschäftigen.

Gegen 17.00 Uhr trat dann die Jugendgruppe in Aktion. Ein selbstgebautes Holzhäuschen brannte Lichterloh als das LF16/12 mit Blaulicht und Sondersignal von der Ostbahnstrasse in den Hof einbog. Lediglich der Fahrer und damit Maschinist wurde aus der aktiven Mannschaft gestellt.

Rasch hatte der junge Gruppenführer die Lage beurteilt und gab seiner hinter dem LF angetretenen Gruppe den Befehl. Eine Wasserversorgung wurde zum Hydranten aufgebaut, die Brandstellenleitung verlegt und ein Verteiler gesetzt. Dort bekam der Angriffstrupp seinen detaillierten Befehl und nahm ein C-Rohr vor, um den Vollbrand zu löschen. Der inzwischen frei gewordene Wassertrupp nahm ein zweites Rohr vor und unterstütze den Angriffstrupp bei den Löscharbeiten. Schließlich konnte der Gruppenführer schon nach kurzer Zeit Feuer aus melden.

Gegen 19.00 Uhr ging das Fest langsam zu Ende und die Kameraden konnten mit den Aufräumungsarbeiten beginnen. Schließlich saßen die Aktiven dann noch gemütlich zusammen.

Bericht und Fotos: FF Hersbruck

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