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Funkversuche im Alfelder Windloch 2.10.2005

ALFELD/HERSBRUCK (DB1) – Am Sonntag, den 25. September 2005 wickelten 5 Kameraden der Feuerwehr Hersbruck einen Auftrag der besonderen Art ab. Sie unterstützen Kreisfernmeldemeister KBI Erwin Schneider bei dem Versuch, wie man bei Höhleneinsätzen durch geeignete technische Maßnahmen die Kommunikation über Sprechfunk zwischen den Rettungstrupps in der Höhle und dem Personal außerhalb verbessern kann. Die Ergebnisse waren durchwegs positiv.

Nachdem am 8. Mai 2005 die Feuerwehr Hersbruck zu ihrem dritten Höhleneinsatz alarmiert wurde, entstand bei einer Einsatznachbesprechung die Idee, für die bekanntesten regionalen Höhlen optimale Standorte für mobile Relaisstationen festzulegen.

Der Einstieg zum "Windloch"

Das Alfelder Windloch wird inzwischen nicht mehr nur von Cracks begangen, sondern auch von teilweise unerfahrenen und nicht angemessen ausgerüsteten Besuchern. Auch bei unserer Begehung trafen wir auf nicht gerade angemessen ausgerüstete Höhlengänger. Eine Ausstattung lediglich mit Taschenlampe, Turnschuhen, T-Shirt und fehlender Helm scheint keine Seltenheit mehr zu sein. Dies verdeutlicht die Problematik, wie notwendig es ist, sich für den Ersteinsatz in Höhlen zu rüsten.

In der FF Hersbruck sind einige erfahrene Höhlengänger, die auch schon des Öfteren das Alfelder Windloch begangen haben. Außerdem ist mit Oliver Haslinger ein aktiver Hersbrucker Feuerwehrkamerad dabei, der ausgebildeter Höhlenretter ist. Er verfügt über reichlich Höhlenerfahrung, spezielle Kenntnisse für Rettungsmaßnahmen sowie taktisches Hintergrundwissen.

In Zusammenarbeit mit KBI Schneider, welcher oberhalb der Höhle eine Richtantenne aufbaute, wurde sowohl die Erreichbarkeit über Funk innerhalb der Höhle als auch die Errichtung von taktischen Zwischenstationen erkundet. Bei bis zu einer Tiefe von 25m wurde noch eine hervorragende Funkverbindung festgestellt. In mehreren Hallen ist somit die Errichtung von Sammelplätzen möglich.

Durch die mögliche Funkverbindung ist ein ständiges Pendeln zwecks Verständigung der Einsatzkräfte jetzt vermeidbar. Aufgrund von weiteren Funkproben ergab sich, dass bereits der Betrieb eines relaisstellenfähigen Sprechfunkgerätes über die herkömmliche 4m-Fahrzeugantenne für die Funkverbindung ausreichend ist.

Um Einsätze effizienter abwickeln zu können, wird für das Alfelder Windloch in eine topografische Karte sowohl die Lage der Höhle als auch Standorte für Fahrzeuge zur Bildung von Relaisstationen eingezeichnet. Außerdem ist geplant, in einen bestehenden dreidimensionalen Höhlenplan die vorgeschlagenen Sammelpunkte einzuzeichnen.

Nach einer Stunde konnten die Versuche beendet werden und die fünf Höhlengänger knüpften eine "private" Begehung an.

Bericht und Fotos: FF Hersbruck

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