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Rettungssatz in Dienst gestellt 24.09.2005

HÜTTENBACH - Im Rahmen einer kleinen Feierstunde und im Beisein einiger Ehrengäste stellte die Feuerwehr Hüttenbach am 24. September 2005 ihren neuen Rettungssatz in den Dienst, dessen Anschaffung durch eine Privatspende ermöglicht wurde. Wenige Stunden zuvor hatten damit 16 Kameraden der Hüttenbacher Wehr ihr erstes Leistungsabzeichen "Technische Hilfeleistung" der Stufe 1 erfolgreich abgelegt.

Sichtlich erfreut begrüßte der 1. Kommandant der Feuerwehr Hüttenbach, Manfred Weimann zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Hans Raum die Gäste und Ehrengäste und stellte den Anwesenden das neue Gerät zunächst vor. Der Kommandant berichtete, dass der neue Rettungssatz der Firma Lukas, bestehend aus Motorpumpenaggregat, Spreizer und Schneidgerät, Teleskop-Hydraulikzylinder, Airbagsicherung und Material zum Unterbauen, derzeit einer der modernsten und leistungsfähigsten im gesamten Landkreis sei. Montiert ist der Rettungssatz auf einem Universalschlitten, mit dem er auf die Halterung der Tragkraftspritze im Fahrzeug passt. Damit ist gewährleistet, dass im Bedarfsfall, z.b. bei Hochwassereinsätzen, die Tragkraftspritze gegen den Rettungssatz getauscht und zur Einsatzstelle mitgeführt werden kann. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Kommandant namentlich bei den Kameraden, die in den letzten Wochen die dazu nötigen Umbauarbeiten am Löschgruppenfahrzeug durchgeführt hatten.

Weimanns besonderer Dank galt natürlich der Familie Weiser, die diese Anschaffung erst möglich gemacht hatte: Horst Weiser, der bereits die Ausrüstung des 1998 in den Dienst gestellten Mannschaftstransportwagens gesponsert hatte, spendete nun diesen Rettungssatz. Als Anerkennung dafür übergab die Wehrführung ihm und seiner Frau Helga ein Präsent. Weimann bedankte sich auch bei der Gemeinde Simmelsdorf für die Übernahme des Rettungssatzes in den Fahrzeugbestand sowie beim Feuerwehrverein für die Anschaffung des Unterbaumaterials.

Kommandant Manfred Weimann zusammen mit den Spendern des neuen Rettungssatzes, Helga und Horst Weiser

Anschließend übergab der Bürgermeister der Gemeinde Simmelsdorf, Andreas Kögel, den Rettungssatz offiziell an die Feuerwehr Hüttenbach. Auch er bedankte sich herzlich bei Horst und Helga Weiser für diese Spende und überreichte ebenfalls ein Präsent.

Für die Kreisbrandinspektion des Landkreises überbrachte Kreisbrandinspektor Erwin Schneider die Grüße des Kreisbrandrates Bernd Pawelke und Kreisbrandinspektors Rainer Fuchs. Er beglückwünschte die Feuerwehr Hüttenbach zu dem neuen Gerät und stellte fest, dass die Indienststellung des Rettungssatzes bei der Feuerwehr Hüttenbach gerade für das "Oberland" des Dienstbezirks 2 eine Verbesserung der Technischen Hilfeleistung darstelle.

Weit gereist waren Bürgermeister Wolfgang Andersky von Simmelsdorfs Partnerstadt Oberscheibenberg aus dem Erzgebirge sowie die Vorsitzende der dortigen Feuerwehr und Partnerfeuerwehr der Hüttenbacher, Elke Vetter. Sichtlich bewegt aufgrund vieler schwerer und auch tödlicher Verkehrsunfälle, zu der die eigene Wehr in letzter Zeit oft ausrücken musste, überbrachten sie ihre Glückwünsche zur Indienststellung des neuen Rettungssatzes verbunden mit der Hoffnung, dass er möglichst nie zum Einsatz kommen müsse.

Gruppenbild der Feuerwehr Hüttenbach vor dem neuen Rettungssatz, links im Bild der Bügermeister der Gemeinde Simmelsdorf Andreas Kögel zusammen mit seinem Amtskollegen Wolfgang Andersky aus Scheibenberg, in der Mitte Familie Weiser.

Diesen Wunsch sprach auch der Sponsor selbst aus. Da die Erfahrung leider zeigt, dass dieser Wunsch wahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen werde, bleibt zu hoffen, dass durch die großzügige Anschaffung von Horst Weiser möglichst viele Menschenleben gerettet werden können.

Dass der neue Rettungssatz auch funktioniert, davon hatte sich die Hüttenbacher Wehr kurz vor der Übergabe bei der Abnahme der der Leistungsprüfung "Technische Hilfeleistung" schon überzeugt. 16 Kameraden in zwei Gruppen legten unter den Augen der Schiedsrichter Joachim Geißler, Fritz Holfelder und Georg Prögel das Leistungsabzeichen der Stufe 1 (Bronze) erfolgreich ab. Im Anschluss an die Übergabe des neuen Rettungssatzes übergab Schiedsrichter Holfelder nun zusammen mit Kreisbrandinspektor Erwin Schneider die Abzeichen an die Kameraden.

Bericht und Fotos: KFV Online

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