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Jugendgruppe aus Lauf zu Gast in Buchholz in der Nordheide 15.08.2005

LAUF (DB2) - Die Jugendgruppe der Feuerwehr Lauf a. d. Pegnitz begab sich in der ersten Sommerferienwoche nach sechs Jahren einmal wieder auf große Fahrt in den Norden Deutschlands, genauer nach Buchholz in der Nordheide im Landkreis Harburg in der Nähe von Hamburg.

Wie vor sechs Jahren auch schon nutzte man wieder die Wiese an der Feuerwache Buchholz, hier waren Zeltplatz und Zelte bereits durch die Kameraden der dortigen Feuerwehr für die Gäste aus Lauf aufgebaut und vorbereitet worden.

Am ersten Abend fand ein gemeinsamer Grillabend mit der Jugendgruppe der Feuerwehr Buchholz zum ersten Kennenlernen statt. Wie sich in den nächsten Tagen zeigte, sollte sich das Lagerfeuer zum allgemeinen Treffpunkt von Jugend und Aktiv der Feuerwehren Buchholz und Lauf entwickeln, jeden Abend traf man sich dort aufs Neue wieder um gemeinsam zahlreiche schöne Stunden zu verbringen.

 
     
 

Jugendleiter Armin Steinbauer hatte sich für die nächsten Tage einiges einfallen lassen um so allen Teilnehmern ein buntes Programm aus Feuerwehr, Kultur und Geschichte, aber auch aus der Neuzeit näher zu bringen.

Am Mittwoch den 03.08. ging es durch den Freihafen und über die Köhlbrandbrücke in die "Neue Hafen City", wo es überall etwas zu berichten gab, sowie in die Speicherstadt wo eine Besichtigung des "Miniatur Wunderland" anstand. Die Größe und Detailgenauigkeit der Modellbahnanlage der Spurgroße H0 rief bei allen Staunen hervor. Neben Deutschland von der Küste bis zu den Alpen kann auch Amerika in Ausschnitten bestaunt werden. Seit ca. zwei Wochen können die Besucher auch gesamt Skandinavien mit seinen Fjorden und dem Schiffsverkehr in Miniatur begutachten. Im Anschluss ging es dann noch zu Fuß an der Alster entlang zum Rathaus und den Alsterarkaden, weiter über Jungfernstieg und Gänsemarkt zum Michel, einem der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs, und weiter zu den Landungsbrücken, wo jeder dann einmal so richtig Seeluft Schnuppern konnte und sich auch einen ersten Überblick von der Größe des Hafens erahnen konnte.

 
     
 

Nach einer kleinen Stärkung an den Landungsbrücken wollte man den Heimweg zum Zeltplatz antreten aber wie es schon immer so schön heißt, nichts ist unmöglich und in Hamburg schon gar nicht. Nichts ahnend schlenderten wir in einen akuten medizinischen Notfall der nicht nur die Feuerwehr Hamburg mit ihrem Rettungsdienst forderte, sondern auch noch einen Rettungshubschraubereinsatz erforderlich machte und zahlreiche Schaulustige auf den Plan rief. Was die Teilnehmer bis dahin noch nicht ahnen konnten war, dass der Parkplatz, auf dem die Fahrzeuge geparkt waren, am Nachmittag Schauplatz von Dreharbeiten für die neue Staffel der "Rettungsflieger" (eine Serie im Vorabendprogramm des ZDF) war.

 

Für Donnerstag war eigentlich Baden in der Ostsee am "Timmendorfer Strand" geplant, aber aufgrund des Wetters musste man umplanen. So fuhr man erst nach Lübeck um hier die Sehenswürdigkeiten der historischen Stadt wie Holsten Tor, Peterskirche, Salzstadel usw. zu besichtigen oder sich im Marzipanmuseum und dem Laden eines der bekanntesten Lübecker Marzipanherstellers mit reichlich Lübecker Marzipanherzen einzudecken. Im Anschluss fuhr man weiter zum "Timmendorfer Strand", wo zwar aufgrund des Wetters an Baden nicht zu denken war, jedoch ein kleiner Bummel durch die Einkaufsmeile und am Strand entlang stattfand. Hierbei kam man zum "Sea Life Center", wo man sich spontan entschied dieses zu besichtigen, was sich im Nachhinein als richtige Entscheidung herausstellte. In diesem Center wird nicht nur das Verhalten und der Lebensraum der Fische nahe gebracht, auch eine Jungfisch- und Aufzuchtstation kann besichtigt werden. Um 23:00 Uhr hieß es dann von den Buchholzer Kameraden "Fertig machen zur Nachtwanderung". Ein Rundkurs, der anhand von Bild und Textmaterial für jede Gruppe beschrieben war, musste bewältigt werden. Hierbei waren auch vier Stationen zu absolvieren, an denen der Tast- und der Geschmackssinn, aber auch das Gedächtnis gefordert waren.

 
     
 
     
 

Für Freitag stand die Besichtigung der Feuerwache 32, der Technik und Umweltwache im Hafenbereich, der Feuerwehr Hamburg statt. Die Führung hier übernahm Kamerad Matthias Freudenberg, der nicht nur bei der Feuerwehr Buchholz aktiv, sondern auf dieser Wache im gehobenen Dienst tätig ist. Nach einer kurzen Einweisung über Dienstzeiten und Einsatzaufkommen auf der Technik und Umweltwache wurde ein Lehrfilm über die Arbeit und Aufgaben dieser Wache gezeigt. Danach wurden die Jugendlichen und ihre Betreuer durch die Wache geführt, wo die verschiedensten Abroll-Container wie Gefahrgut, Dekontamination, Rüst, Pumpen, Stapler, Sandsack, Messen und Spüren, Kampfmittelräumdienst usw. untergebracht sind.

Zwischenzeitlich wurden ein Teil der Kräfte zu einem Gefahrguteinsatz in den Hafen alarmiert, bei dem spezielle Saugfliese benötigt wurden. Gezeigt wurde aber auch noch der neue 60 Tonnen Feuerwehrkran. Eine Besonderheit hat diese Wache aber dennoch, sie ist keine Löschzug-Wache wie man sie sonst in Hamburg findet, sondern nur mit Gerät und Ausrüstung zur Gefahrgutbeseitigung und Technischen Hilfe ausgestattet. Angegliedert an die Feuerwache 32 sind noch der Kampfmittelräumdienst, der seit einigen Jahren zur Feuerwehr Hamburg zugeordnet ist, sowie die Tunnelfeuerwehr mit ihren zwei Wachen und den vier Fahrzeugen zur Brandbekämpfung und Technischen Hilfe im Elbtunne. Nach ein paar Worten des Dankes für die hervorragende Führung durch den Kameraden Freudenberg erhielt die Feuerwehr Hamburg die erste Uhr der Jugendfeuerwehr Lauf, die anlässlich des 40jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Lauf selbst entworfen und angefertigt wurde.

 
     
   

Nach kurzer Fahrt durch den Freihafen ging es zu den Landungsbrücken, hier besichtigte man den "Alten Elbtunnel" und seine Technik. Das Highlight des Tages die Hafenrundfahrt mit einer Barkasse die von den Landungsbrücken durch die Speicherstadt und die "Neue Hafen City" zum Überseekai und den Autoverladeterminals führte. Zu sehen bekam man aber auch einen Teil der Süderelbe und des Containerterminals, sowie der Werft von Blohm und Voss an der man mit der Barkasse vorbei fuhr und einen imposanten Einblick in einige Trockendocks und den Arbeiten darin erhielt.

Am Samstag hieß es früh aufstehen. Die Lagerstätte musste abgebaut und das Gelände gereinigt werden. Bei der Verabschiedung überreichten die Gäste aus Lauf eine weitere Jubiläumsuhr an die Gastgeber aus Buchholz. Diese fünf Tage im Norden werden nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch bei den Betreuern noch länger in schöner Erinnerung bleiben.

Bericht und Fotos: Jugendfeuerwehr Lauf

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