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Feuerwehrtag zum Mitmachen in Burgthann 07.06.2005

BURGTHANN – Der diesjährige „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Burgthann stand heuer unter dem Motto „Feuerwehr zum Mitmachen erleben“.

Die zahlreichen Besucher – unter ihnen Burgthanns 2. Bürgermeister Heinz Meyer in Begleitung des wegen Partnerschaftsfeierlichkeiten anwesenden Bürgermeisters von Chateau Ponsac, Gerard Lamardelle, mehrere Burgthanner Gemeinderäte und Burgthanns Evangelischer Pfarrer Klaus Mendel sowie von der Kreisbrandinspektion Kreisbrandinspektor Peter Schlerf und die Kreisbrandmeister Thomas Pöllot und Volkmar Lachmann - waren nicht nur als „Zuschauer“ willkommen, sondern sollten ganz bewusst auch „mit machen“ können.
Dafür hatten die Rothelme bei idealem Sommerwetter für alle Altersgruppen interessante, informative und „erlebbare“ Stationen vorbereitet.

Die Jugendfeuerwehr bot den Kindern und jungen Erwachsenen neben einem Infostand diverse Vergnügungen, unter anderem aus dem von der Feuchter Firma Heumann finanzierten Spiele-Anhänger der Feuerwehrjugend des Dienstbezirkes 3.
Für die ganz Kleinen wurde eine Kasten-Rutsche aufgebaut und Gesichter-Bemalungen durch Jugendfeuerwehr-Mädchen angeboten. Die etwas Größeren und Jugendlichen konnten ihr Geschick mit dem Feuerwehr-Strahlrohr am Wasserflipper und beim „Feuerwand“-Zielspritzen unter Beweis stellen. Natürlich wurden auch immer wieder Rundfahrten mit den Feuerwehrautos angeboten.

 

Für die Erwachsenen hatte die Feuerwehr eine sogenannte Brandsimulationsanlage der Nürnberger Flughafenfeuerwehr bereitgestellt. An ihr konnten neben diversen Vorführungen wie „Fettexplosion“ und „Spraydosen-Zerknall“ auch der richtige Umgang mit Feuerlöschern geübt werden. Wahlweise mit Hochdruck-Schaum oder -Wasserstrahl durften sich die Besucher – angetan mit echter Schutzkleidung - als Feuerwehrfrau oder -mann beim Löschen eines mittels Gas simulierten Flüssigkeits- oder Schaltkastenbrandes versuchen. Hierbei wurden dem einen oder anderen Besucher erst die Schwierigkeiten und die auftretenden hohen Temperaturen eines solchen Brandes und damit die zwingende Notwendigkeit einer guten aber eben auch nicht ganz billigen Schutzkleidung für „ihre“ Freiwillige Feuerwehr bewusst.
Auch die Burgthanner First Responder (Helfer vor Ort) hatten diverse medizinische Infostände aufgebaut. Unter anderem konnten sich die interessierten Besucher über Ausstattung und Organisation der rund um die Uhr einsatzbereiten Ersthelfer informieren. Außerdem hatte jeder die Möglichkeit, seinen Blutdruck messen zu lassen oder unter fachlicher Anleitung seine Erste-Hilfe-Kenntnisse wieder etwas aufzufrischen.

 
     
   

Dafür stand auch der feuerwehreigene HLW-Dummi zur Verfügung, an welchem man sich in der Herz-Lungen-Wiederbelebung versuchen konnte.
Das der freiwillige und kostenlose First Responder-Dienst der FF Burgthann eine äußerst wichtige und sinnvolle Einrichtung für die Großgemeinde und die umliegenden Kommunen ist, diesen Beweis trat das diensthabende FR-Team unter den Augen der Besucher an, als es gegen Mittag von der Rettungsleitstelle nach Mimberg zu einem medizinischen Notfall alarmiert wurde und direkt vom Festgelände aus abrücken musste. Nach Eintreffen des regulären Rettungsdienstes stand die FR-Besatzung dann den Besuchern auch wieder zur Verfügung.

Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl der zahlreichen Besucher in gewohnt guter und preiswerter Manier mit Grill-, Getränke- sowie Kaffee- und Kuchen-Ständen umfassend gesorgt.
Den absoluten Höhepunkt der gelungenen Präsentation der Freiwilligen Feuerwehr Burgthann stellte dann die Einsatzübung dar. Hierbei wurden die Einsatzkräfte zu einem auf der Grundschul-Busspur vorbereiteten Verkehrsunfall mit zwei PKWs und einem Fahrradfahrer alarmiert. Nach Eintreffen und den ersten Maßnahmen von First Responder mit dem Burgthanner Feuerwehrarzt Alexander Ebert und Freiwilliger Feuerwehr, wurde dann erstmals vom statischen Schema der gewohnten „Schau“-Übung abgegangen, indem sich die verschiedenen Trupps „Stellvertreter/innen“ aus der Masse der Zuschauer holten. Diese wurden mit Schutzkleidung ausgestattet und durften unter fachlicher Anleitung der „Profis“ die diversen Aufgaben übernehmen. Zum Beispiel Erstmaßnahmen und Betreuung bei den Unfall-„Opfern“ vornehmen, mit dem Feuerwehrschlauch einen entstehenden Fahrzeugbrand löschen oder mit hydraulischer Rettungsschere und Rettungsspreizer die Unfallfahrzeuge für eine patientengerechte Rettung zerlegen.

 
     
   

Gerade letzteres Konzept war neu und absolut unerprobt, so dass durchaus auch Bedenken in der Wehr wegen der Durchführbarkeit dieser intensiven Besucher-Einbindung vorhanden waren. Aber der Erfolg gab den Verfechtern dieses neuen Konzeptes auf der ganzen Linie Recht.
Neben vielfältiger positiver Resonanz aus den Reihen der Besucher, war der größte Erfolg zweifellos die Absichtserklärung eines knappen Dutzend Jugendlicher und mehrerer Erwachsener, der aktiven Freiwilligen Feuerwehr und dem Feuerwehrverein beizutreten, womit die Hauptmotivation der Rothelme zur Durchführung solcher Veranstaltungen, nämlich die Mitgliedergewinnung, voll aufging.
Dass die Veranstaltung zudem auch ein finanzieller Erfolg war, stellt daher fast nur noch ein zusätzliches Zuckerl für die Burgthanner Feuerwehr dar.

Bericht und Fotos: FF Burgthann

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