Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk 1 15.12.2004

Am 11. Dezember 2004 fand im Sitzungssaal der Sparkasse Hersbruck die diesjährige Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter der Feuerwehren des Dienstbezirks 1 statt. Neben den Grußworten der Gäste blickten Kreisbrandinspektor Norbert Thiel sowie die Kreisbrandmeister der Fachbereiche auf die Aktivitäten des ausklingenden Jahres zurück und informierten die Kommandanten über anstehende Änderungen und Neuerungen.

Kreisbrandinspektor Norbert Thiel eröffnete die Versammlung und begrüßte alle anwesenden Kommandanten, Stellvertreter und Schiedsrichter des Dienstbezirks 1 sowie die Mitglieder der Kreisbrandinspektion. Besonders begrüßte er den Landrat Helmut Reich, Stadtrat Adolf Loos (als Vertreter für die verhinderten Bürgermeister), Jürgen Rolle von der Sparkasse, 1. Polizeihauptkommissar Meixner, Manfred Woller vom BRK, Frank Sperber vom THW, sowie Diakon und Notfallseelsorger Manfred Preiß.

       
Landrat Reich, Jürgen Rolle, 1. PHK Meixner und Manfred Woller bei ihren Grußworten...
   
KBI Thiel begann seinen Rückblick mit den personellen Veränderungen im abgelaufenen Jahr.
So wurde in Pommelsbrunn Armin Herger als Kommandant und Bernd Eckstein als dessen Stellvertreter gewählt, Herbert Bauer ist neuer Kommandant und Heinz Bleisteiner dessen Stellvertreter in Eschenbach. Mit Reinhard Hupfer wurde in Offenhausen ein neuer Kommandant und mit Markus Endres in Kucha ein neuer Stellvertreter gewählt.

Die Gerätehäuser Kainsbach und Alfalter wurden bzw. werden derzeit erweitert, in Krottensee konnte ein neues Gerätehaus eingeweiht werden.

Die Stärke der Feuerwehren im Dienstbezirk 1 ist um 4% auf 1.803 Aktive gesunken. Hier appellierte Norbert Thiel an die Anwesenden verstärkt Nachwuchswerbung zu betreiben.
Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen wurden 2004 62 von den Feuerwehren angefordert, 19 wurden zugewiesen, wobei 28 Lehrgänge - dank des Systems Lega - besetzt werden konnten.
Für das kommende Jahr wurden 69 Lehrgangsplätze angefordert und 26 zugewiesen.
KBI Thiel bat die Anwesenden stets darauf zu achten, ob die Angemeldeten auch die Lehrgangsvoraussetzungen erfüllen. Eine Zusage für Sonderlehrgänge (wie Gefahrgut, etc.) werden nur Feuerwehren erhalten, die auch über die entsprechende Ausstattung verfügen.
 
Im Bereich der Einsatzstatistik sind bis zum heutigen Tage bereits über 400 Einsätze zu verzeichnen.
Diese Einsätze gliedern sich in 47 Brände, 12 Fehlalarmierungen, 20 Sicherheitswachen und 342 Technische Hilfeleistungen (Zunahme um 20%) auf.

Eine deutliche Steigerung ist durch die Einsätze First Responder der Feuerwehr Vorra zu verzeichnen, jedoch sind diese Zahlen nicht in oben genannte Statistik einbezogen. Künftig wird auch die Feuerwehr Alfeld als First Responder tätig werden.

KBI Thiel wies nochmals daraufhin, dass im Bereich der Feuerwehr mit einem Einsatz ein Schadensfall gezählt wird, unabhängig wie viele Fahrzeuge dort eingesetzt sind. Somit lassen sich diese Zahlen auch nicht mit dem Rettungsdienst vergleichen, da hier jedes eingesetzte Fahrzeug als ein Einsatz gezählt wird.

Thiel blickte nochmals auf einige besondere Einsätze zurück:
  • 8.1. Bahnunfall in Reichenschwand
  • 22.2. Gefahrgutunfall in Alfeld
  • April: 3 schwere Verkehrsunfälle mit 3 Toten im Bereich Neuhaus/Velden
  • 9.4. Wohnhausbrand in Henfenfeld mit Hallenbad im Keller ' Gefahr für die Atemschutztrupps
  • 22.4. Schwerer VU auf der B14 bei Henfenfeld mit 3 Toten und 3 Schwerverletzten
  • 23.4. Starkregen ' Unwettereinsätze
  • 23.4. Brand im Altenheim Hersbruck, lang andauernde Suche nach Brandnestern mit Hilfe der Wärmebildkamera
  • 20.6. Großbrand in Höfen
  • 27.07. Dachstuhlbrand in Hersbruck
  • 23.08. Brand in einem Schloss in Kirchensittenbach
  • 17.10. Pkw-Brand in einer Garage in Dietershofen - Löschwasserversorgung anfangs nicht ausreichend

Bei Technischen Hilfeleistungen wurden 2004 insgesamt 16 Personen gerettet - 12 davon waren eingeklemmt - und 13 Personen tot geborgen.

Thiel bat die Anwesenden die Einsatzberichte immer pünktlich, spätestens 6 Tage nach dem Einsatz, abzugeben. Beim Ausfüllen der Einsatzberichte bitte immer auf die Einsatznummer, sowie die örtliche Zuständigkeit achten.

Die Ausbildungspläne sollten bis 6.1.2005 abgegeben werden, da diese auch an die zuständigen KBM weitergegeben werden müssen.

 
Jugendbeauftragter Uwe Holzinger berichtete, dass im Dienstbezirk 1 in 23 Jugendgruppen, das ist ein Zuwachs um eine Jugendgruppe bei der Feuerwehr Kainsbach - mit 239 Jugendlichen, davon 49 Weibliche (~17,15%) Jugendarbeit betrieben wird.

Im abgelaufenen Jahr wurden 2 Jugendwartsitzungen abgehalten. Anstelle des Landkreiszeltlagers konnten die Jugendlichen, anlässlich des 40 jährigen Jubiläums der DJF nach Berlin fahren. Weiter wurde 2004 die Deutsche Jugendleistungsspange, sowie der Wissenstest durchgeführt.

Für das kommende Jahr sind folgende Aktivitäten geplant:

* Pfingstzeltlager in Gänserndorf
* Landesausscheid beim Bundeswettbewerb
* Abnahme der bayerischen Jugendleistungsspange
* Landeszeltlager in Niederösterreich
* Wissenstest

Für den Bereich Funk und Maschinistenausbildung berichtete KBM Roland Weidinger, dass 2004 3 Maschinistenlehrgänge stattfanden, bei denen 25 Kameraden ausgebildet werden konnten. Der nächste Maschinistenlehrgang wird voraussichtlich im April/Mai 2005 stattfinden. Die Anmeldungen hierzu bitte direkt an KBI Thiel oder an KBM Weidinger.
KBM Kurt Pawelke berichtete, dass 6 Kameraden im Umgang mit den Chemikalienschutzanzügen (CSA) und 20 Feuerwehrdienstleistende als Atemschutzgeräteträger ausgebildet wurden.
KBM Hörnich berichtete, dass 115 Feuerwehrkräfte den Lehrgang Truppmann Teil 1 bei 9 verschiedenen Lehrgängen mit sehr guten Ergebnissen abschließen konnten. 23 Teilnehmer beendeten den Lehrgang Truppführer erfolgreich.
 
KBM Rösel zeigte die Anzahl der abgelegten Leistungsprüfungen auf. So wurden bei 18 Abnahmen 32 Gruppen geprüft, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellte.
 
Diakon Preiß, der im Landkreis als Notfallseelsorger eingesetzt wird, stellte sich den Anwesenden vor und zeigte die Möglichkeiten auf, die er und seine Kollegen den Feuerwehrdienstleistenden anbieten können, wie z.B. Streßbewältigung, Verarbeitung belastender Einsätze, Unterstützung bei MANV, etc.

Weiter stehe die Notfallseelsorge für die Überbringung von Todesnachrichten, die Betreuung von Betroffenen an Einsatzstellen, etc. zur Verfügung und kann und sollte von den Einsatzkräften bei entsprechenden Einsätzen jederzeit angefordert werden.

   
Kreisfernmeldemeister KBI Erwin Schneider berichtete aus dem Bereich Feuerwehr-Sprechfunk. So informierte er die Kommandanten über den Bearbeitungsstand der von der RegTP geforderten Standortbescheinigungen für Festfunkstellen, den Probealarmierungen im laufenden Jahr, den geplanten Änderungen bei den Funkrufnamen und den aktuellen Stand bei der Einführung der Integrierten Leitstelle und des Digitalfunks. Schneider forderte die Kommandanten zum wiederholten Male auf, regelmäßige Funkübungen durchzuführen und dabei auch Wert auf einwandfreie Funkdisziplin zu legen. Der Termin für die Sprechfunkprüfung im nächsten Jahr wurde vom Landratsamt auf den 5. März 2005 festgelegt.
Als nächstes stand der Bericht des Kreisbrandrates auf der Tagesordnung. KBR Bernd Pawelke griff den von KBI Thiel dargestellten Rückgang der Stärke bei den Feuerwehren auf und forderte die Kommandanten auf, alles Mögliche dafür zu tun, um vor allem die Alarmsicherheit bei Tag sicherstellen zu können. Wege dazu seien vor allem die Jugendarbeit, die stärkere Einbindung der weiblichen Mitbürger sowie die Motivation von bereits ausgebildeten, aktiven Kameraden. Von gesetzlicher Seite werde derzeit auch der Weg für die aktive Doppelmitgliedschaft geebnet.
Als weiteren Punkt wies Pawelke auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften hin. Gerade bei Übungen in leer stehenden Objekten werden diese oft vernachlässigt. Als Schulungshilfe stellte er eine CD-ROM vor, die über die federführenden Kommandanten erhältlich ist. Ein weiteres Defizit stellte der Kreisbrandrat im Umgang und der Bedienung von Brandmeldeanlagen fest. Auch hierzu sei eine CD-ROM mit Schulungsunterlagen, erstellt vom BFV Oberbayern, erhältlich.

 

Fotos und Bericht: KFV Online

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