Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk 3 10.12.2004

ALTDORF - Am 9. Dezember 2004 fand im Schulungsraum der Feuerwehr Altdorf die diesjährige Herbstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter der Feuerwehren des Dienstbezirks 3 statt. Neben den Grußworten der Gäste blickten Kreisbrandinspektor Peter Schlerf sowie die Kreisbrandmeister der Fachbereiche auf die Aktivitäten des ausklingenden Jahres zurück und informierten die Kommandanten über anstehende Änderungen und Neuerungen.

Kreisbrandinspektor Peter Schlerf eröffnete die Versammlung und begrüßte alle anwesenden Kommandanten, Stellvertreter, Schiedsrichter und Jugendwarte des Dienstbezirks 3 sowie die Mitglieder der Kreisbrandinspektion. Besonders begrüßte er den Stellvertreter des Landrates, Herrn Norbert Dünkel, den 2. Bürgermeister der Stadt Altdorf, Herrn Erich Odörfer sowie den Leiter der örtlichen Polizeiinspektion, Herrn 1. PHK Fruth. Sie bedankten sich in ihren anschließenden Grußworten bei den Feuerwehren für den geleisteten Dienst zum Wohle und zur Sicherheit der Bürger, darüber hinaus auch für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr.

Der stv. Landrat Norbert Dünkel, Altdorfs 2. Bürgermeister Erich Odörfer und der Leiter der PI Altdorf, 1. PHK Fruth überbrachten ihre Grußworte

Seinen Bericht begann der Kreisbrandinspektor mit den personellen Veränderungen, die sich im laufenden Jahr ergeben haben. Neben einigen Neuwahlen von Kommandanten in den Feuerwehren gab es auch Änderungen im Schiedsrichterteam: Wegen der Vollendung des 60. Lebensjahres musste Kamerad Heinrich Poellot aus dem aktiven Dienst der Feuerwehr Altdorf und somit auch von seinem Amt als Schiedsrichter im Dienstbezirk 3 ausscheiden, das er über 22 Jahre lang begleitete. KBI Schlerf dankte ihm für seinen Einsatz, wünschte ihm alles Gute für seine Zukunft und überreichte ihm ein kleines Präsent. Sein Nachfolger im Schiedsrichterteam ist Markus Holzammer, 2. Kommandant der Feuerwehr Lindelburg.

KBI Schlerf verabschiedet den Kameraden Heinrich Poellot nach über 22 Jahren Tätigkeit als Schiedsrichter im Dienstbezirk 3

Etwas Sorge bereitet dem Kreisbrandinspektor die Entwicklung der Stärke in den 34 Freiwilligen Feuerwehren des Dienstbezirks 3. Zwar war diese zu Beginn des Jahres 2004 mit 1217 Kameradinnen und Kameraden etwas höher als im Vorjahr, im Vergleich mehrerer Jahre sei aber eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen. Er forderte die Kommandanten dazu auf, sich dafür einzusetzen, um diesen negativen Trend entgegen zu steuern.

Zu den im Jahr 2004 durchgeführten Ausbildungen auf Standortebene berichtete Schlerf von 3 Truppmannausbildungen, einem Lehrgang für Atemschutz-Geräteträger, einem Lehrgang für Maschinisten sowie einem Lehrgang für Sprechfunkausbilder. Auch die im letzten Jahr begonnene und in diesem Jahr mit 3 Unterrichtseinheiten fortgesetzte Gerätewartschulung werde sehr gut angenommen. Derzeit findet außerdem auch eine Zugtruppausbildung statt. Darüber hinaus konnten in diesem Jahr 30 Lehrgangsplätze an den Staatlichen Feuerwehrschulen belegt werden, für das Jahr 2005 wurden dem Dienstbezirk 3 37 Lehrgangsplätze zugeteilt.

Die Einsatzstatistik des laufenden Jahres verzeichnet bis zum aktuellen Zeitpunkt 435 Einsätze im Dienstbezirk 3, aufgeteilt in 88 Brandeinsätze, 284 THL-Einsätze, 51 Fehlalarmierungen und 12 Sicherheitswachen bei Veranstaltungen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Brandeinsätze zurück, die Einsätze zur technischen Hilfeleistung stiegen an. In diesen Zahlen nicht enthalten sind die Einsätze der First-Responder-Gruppe der Feuerwehr Burgthann, sie leistete bisher 250 Notfalleinsätze.

Als Ausblick auf das kommende Jahr wies KBI Schlerf auf Änderungen in den Bereichen Zuschusswesen, Normung, der Truppmannausbildung sowie die Merkblattänderungen hin. Desweiteren kündigte er auch einige Termine an, so etwa das Fahrersicherheitstraining am 23. Januar und 20. Februar 2005 sowie die anstehenden Feuerwehrfeste. Abschließend bedankte er sich im Namen aller Anwesenden beim Landkreis Nürnberger Land, bei den Verantwortlichen der Gemeinden sowie bei der Polizei und dem Rettungsdienst für die gute Zusammenarbeit.

Als nächstes berichtete Kreisbrandmeister Volkmar Lachmann von der Jugendarbeit im Dienstbezirk 3. In einer Präsentation (zum Download) stellte er eingangs die Entwicklung der Jugendgruppen in den letzten 10 Jahren dar. Während im Jahr 1995 insgesamt 131 Feuerwehranwärter in 11 Jugendgruppen zu verzeichnen waren, waren es zu Jahresbeginn 2004 305 Jugendliche in 32 Feuerwehr-Jugendgruppen. Für diese unermüdliche Jugendarbeit dankte er den anwesenden Jugendwarten und deren Kommandanten.

Auch im Jahr 2004 wurden wieder zahlreiche Veranstaltungen für die Jugendlichen angeboten, darunter die Jugendflamme Teil I und II in Diepersdorf, die Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange in Rasch mit 45 Feuerwehranwärter aus dem Dienstbezirk 3, der Jugendprojekttag in Oberferrieden mit 200 Teilnehmern und die Abnahme des Wissenstests mit 144 Jugendlichen. Die Feuerwehr Diepersdorf konnte in diesem Jahr außerdem das 25jährige Bestehen ihrer Jugendgruppe feiern.

Höhepunkt in diesem Jahr war die Übergabe des Jugendanhängers an die Jugendfeuerwehren. Mit seiner speziellen Beladung soll er die Jugendwarte in ihrer Arbeit und die Feuerwehren bei der Jugendwerbung und der Brandschutzerziehung in Schulen und Kindergärten unterstützen. Lachmann dankte allen Firmen und Kameraden, die durch ihre Spenden und ihren Arbeitseinsatz die Anschaffung und Ausstattung des Hängers ermöglichten, sowie der Gemeinde Burgthann für die Unterbringung im Gerätehaus Oberferrieden.

Unter Tagesordnungspunkt 4 berichtete der Oberschiedsrichter des Dienstbezirks 3, KBM Thomas Pöllot, über die abgelegten Leistungsprüfungen in diesem Jahr. Erfreulicherweise war die Zahl der Leistungsprüfungen in diesem Jahr steigend. So konnten 19 Gruppen mit insgesamt 121 Teilnehmern die Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" nach FwDV4 erfolgreich ablegen, 18 Gruppen mit 126 Teilnehmern legten die Leistungsprüfung "THL" nach FwDV13 ab. Pöllot wies die Kommandanten darauf hin, die geforderten Knoten und Stiche wieder sorgfältiger zu üben.

Kreisbrandmeister Georg Buchner vom Fachbereich Ausbildung kündigte an, dass im nächsten Jahr unter anderem zwei Lehrgänge für Atemschutz-Geräteträger sowie ein Lehrgang für Maschinisten geplant sind. Die Plätze hierfür sind jedoch schon weitgehend ausgebucht.

Für den Bereich Atemschutz und Gefahrgut gab Kreisbrandmeister Lothar Miederer einen kurzen Bericht ab. So wurden vom Dienstbezirk 3 in diesem Jahr 39 Termine in der Atemschutzstrecke Feucht sowie 10 Übungstermine in der Übungsstrecke des THW Lauf belegt. Von zwei geplanten Atemschutzlehrgängen musste einer mangels ausreichender Teilnehmerzahl abgesagt werden, beim zweiten Lehrgang konnten 12 Kameraden ausgebildet werden. Miederer wies auch nochmals auf die Änderungen der FwDV7 hin und forderte die Kommandanten und Atemschutzbeauftragten auf, die G26-Untersuchungsnachweise auf Vollständigkeit zu kontrollieren.

Kreisfernmeldemeister KBI Erwin Schneider berichtete aus dem Bereich Feuerwehr-Sprechfunk. So informierte er die Kommandanten über den Bearbeitungsstand der von der RegTP geforderten Standortbescheinigungen für Festfunkstellen, den Probealarmierungen im laufenden Jahr, den geplanten Änderungen bei den Funkrufnamen und den aktuellen Stand bei der Einführung der Integrierten Leitstelle und des Digitalfunks. Schneider forderte die Kommandanten zum wiederholten Male auf, regelmäßige Funkübungen durchzuführen und dabei auch Wert auf einwandfreie Funkdisziplin zu legen. Der Termin für die Sprechfunkprüfung im nächsten Jahr wurde vom Landratsamt auf den 5. März 2005 festgelegt.

Als nächstes stand der Bericht des Kreisbrandrates auf der Tagesordnung. KBR Bernd Pawelke griff den von KBI Schlerf dargestellten Rückgang der Stärke bei den Feuerwehren auf und forderte die Kommandanten auf, alles Mögliche dafür zu tun, um vor allem die Alarmsicherheit bei Tag sicherstellen zu können. Wege dazu seien vor allem die Jugendarbeit, die stärkere Einbindung der weiblichen Mitbürger sowie die Motivation von bereits ausgebildeten, aktiven Kameraden. Von gesetzlicher Seite werde derzeit auch der Weg für die aktive Doppelmitgliedschaft geebnet.

Als weiteren Punkt wies Pawelke auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften hin. Gerade bei Übungen in leer stehenden Objekten werden diese oft vernachlässigt. Als Schulungshilfe stellte er eine CD-ROM vor, die über die federführenden Kommandanten erhältlich ist. Ein weiteres Defizit stellte der Kreisbrandrat im Umgang und der Bedienung von Brandmeldeanlagen fest. Auch hierzu sei eine CD-ROM mit Schulungsunterlagen, erstellt vom BFV Oberbayern, erhältlich.

Schließlich bat KBI Schlerf noch den Feuerwehrseelsorger Herbert Dachs ans Rednerpult. Er informierte, dass die Feuerwehrseelsorge im Dienstbezirk 3 inzwischen seit 10 Jahren tätig sei. Derzeit stehen den Feuerwehren im Dienstbezirk 3 insgesamt drei Feuerwehrseelsorger zur Verfügung, dies seien neben ihm die Kameraden Michael Groß aus Ezelsdorf und Martin Winkler aus Feucht. Dachs bat die Kommandanten um ein Votum, ob die Feuerwehrseelsorge auch weiterhin über die Grenzen der eigenen Feuerwehr hinaus tätig werden solle, dies wurde auch von den Anwesenden angenommen.

Nachdem keine weiteren Wünsche und Anträge gestellt wurden, schloss KBI Peter Schlerf die Versammlung und wünschte allen einen guten Nachhauseweg, frohe Festtage und ein gesunden neues Jahr.

Download Präsentation "Jugendarbeit im DB3 2004"
jugendarbeit-db3-2004.pdf (1,6 MB)

Bericht und Fotos: KFV Online

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