Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk II 20.11.2004

Tagesordnung:

1) Eröffnung und Begrüßung
2) Grußworte der Gäste
3.) Bericht des Kreisbrandinspektors
3a) Bericht des Ausbilders für Atemschutz
3b) Bericht des Kreisfernmeldemeisters
3c) Bericht des Jugendbeauftragten
3d) Bericht des Oberschiedsrichters
4) Bekanntgaben des Kreisjugendwartes
5) Bekanntgaben des Kreisbrandrates
6) Verschiedenes

 

 


1) Eröffnung und Begrüssung

Kreisbrandinspektor Fuchs eröffnete um 19.30 Uhr die Versammlung, welche bereits seit Jahren in den Räumlichkeiten der Waldschänke in Neunkirchen a.S. stattfindet.

Er begrüßte den 1. Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen am Sand Herrn Sägmüller, den stv. Leiter der PI Lauf Herrn PHK Aschenbrenner, Kreisbrandrat Pawelke, sowie die anwesenden Führungskräfte.

 

2.) Grußworte der Gäste

Als erster Redner trat der 1. Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen, Kurt Sägmüller, an das Rednerpult. Er begrüßte alle Anwesenden und bedankte sich für die Einladung. Er überbrachte zudem die Grüße der Gemeindeverwaltung, des Gemeinderates, sowie der Neunkirchener Bürgerschaft. Verbunden mit diesen Grüßen war der Dank für den erbrachten Beitrag zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Sägmüller hob hervor, dass alle Feuerwehrdienstleistenden, in welcher Positoin auch immer, stolz auf das Erbrachte sein können. Verärgert zeigte sich Bürgermeister Sägmüller darüber, wie selbstverständlich viele Mitbürger davon ausgehen, dass im Notfall Hilfskräfte der Feuerwehr sofort zur Verfügung stehen, was daran liegt, dass es vielen Mitbürgern nicht bewußt ist, dass die Arbeit der Feuerwehrdienstleistenden ehrenamtlich erfolgt.  
PHK Aschenbrenner begrüßte die Anwesenden und überbrachte die Grüße des Leiters der Polizeiinspektion Lauf, ersten PHK Wittmann, welcher leider verhindert war. Zudem bedankte er sich im Namen der gesamten Polizeiinspektion für die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit sich bei den Kommandanten vorzustellen, da er erst seit April 2004 in Lauf tätig ist.  

3.) Bericht des Kreisbrandinspektors Fuchs

KBI Fuchs ging zuerst auf die Stärke der Feuerwehren im Dienstbezirk II ein.

So versehen derzeit 1.279 Aktive, davon 62 weibliche in 40 Freiwilligen und 2 Werkfeuerwehren Ihren Dienst in der Feuerwehr. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Aktiven im Vergleich zum Vorjahr um 1,5% (18 Aktive) gesunken ist, jedoch ist die Anzahl der weiblichen Aktiven gestiegen und beträgt jetzt 4,8%. Der Anteil der Werkfeuerwehren liegt bei 30 Mann.
Im Berichtsjahr wurden mehrere neue Kommandanten und Stellvertreter gewählt. Dies sind im folgenden:

  • FF Hedersdorf, Kdt. Günter Ohlwärterr
  • FF Ottensoos, Kdt. Gerd Ziegler & stv. Kdt. Stefan Schmidt
  • FF Rüblanden, stv. Kdt. Bernd Prögel
  • FF Oberndorf, stv. Kdt. Josef Mitsch
  • FF Osternohe, Kdt. Martin Decker & stv. Kdt. Andreas Dörsch
  • FF Diepoltsdorf, stv. Kdt. Reinhold Schuster
  • FF Schwaig, stv. Kdt. Harald Bock

Fuchs bedankte sich bei den neuen Kommandanten für ihre Bereitschaft dieses Amt zu übernehmen und wünschte ihnen viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der verantwortungsvollen Aufgabe.

Ab dem 01.01.2005 wird die Grundausbildung unter Federführung von Schiedsrichter Fritz Holfelder durchgeführt. KBI Fuchs bedankte sich bei KBM Jochen Geißler für die geleistete Arbeit in den vergangenen Jahren.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 939 Einsätze im DB 2 gefahren, dies bedeutete eine Zunahme von 18% (+145 Einsätze). Im Bereich der THL ist eine deutliche Zunahme an Sturm- und Unwettereinsätzen zu verzeichnen. Die Einsätze gliedern sich in 117 Brandeinsätze und 621 THL-Einsätze auf.

Kritisch merkte Fuchs an, dass vermehrt Jugendliche an Einsatzstellen angetroffen werden. Hierzu wies er nochmals daraufhin, dass Jugendliche unter 16 Jahren nichts an Einsatzstellen verloren haben und Jugendliche über 16 Jahren nur außerhalb des Gefahrenbereichs eingesetzt werden können.

Alle Ausbildungs- und Übungsveranstaltungen, die im Berichtsjahr von den Kreisbrandmeistern besucht wurden, wurden zur Zufriedenheit der Inspektion durchgeführt. Der Ausbildungsstand steigt ständig an, merkte Fuchs an.

Für 25jährige Dienstzeit erhielten 37 Kameraden das staatliche Ehrenzeichen in silber und für 40jährige Dienstzeit konnten 3 Kameraden mit dem goldenen Abzeichen ausgezeichnet werden. Rainer Fuchs bedankte sich bei den Geehrten für die geleistetet Arbeit für die Allgemeinheit.

Die Stärkemeldung G1/G2 ist bis zum 1.12.2004 bei KBI Fuchs abzugeben, ebenso der Lehrgangsbedarf. Hier merkte Fuchs an, dass Lehrgänge, die angefordert und zugeteilt wurden dann auch besucht werden sollten.

Die Einsatzberichte für das Jahr 2004 müssen bis zum 31.12.2004 und die Einsatzberichte der Silvesternacht bis zum 05.01.2005 abgegeben werden, da diese für die Landesweite Auswertung erfasst und dann ans Innenministerium weitergegeben werden müssen. Auch die Werkfeuerwehren möchten die Berichte abgeben.

Die Winterschulung für die Kommandanten findet am 10.02.2005 im Gerätehaus Röthenbach und am 17.02.2005, jeweils um 19 Uhr, im Gerätehaus Schnaittach statt.

3a) Bericht des Ausbilders für Atemschutz KBM Rainer Krug

 

KBM Rainer Krug berichtete, daß im DB 2 derzeit über 310 Atemschutzgeräteträger ihren Dienst versehen.

Im Berichtsjahr wurde eine Besprechung für Atemschutzgerätewarte im Gerätehaus Rückersdorf über die Themen: Registrierung und Zeitkontrolle, Kennzeichnung von Druckbehältern, Fitness und Kennzeichnung bei der Absuche größerer Gebäude, durchgeführt.

Ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger wurde in Röthenbach abgehalten, welcher von 11 Teilnehmern mit Erfolg abgeschlossen wurde.

Die Terminpläne für die Übungsstrecken in Feucht und beim THW Lauf werden noch verteilt, da die Termine des THW Lauf noch fehlen. Natürlich sind die Termine auch wieder im Downloadbereich abrufbereit.
Im Jahr 2005 sind wieder zwei Lehrgänge geplant. Der Lehrgang im Frühjahr findet in Röthenbach, der Herbstlehrgang in Lauf statt.


Zu beachten ist hierbei folgendes: Die Lehrgänge finden nur bei einer Mindesteilnehmeranzahl von 10 statt und die Teilnehmer müssen die Ausbildung Truppmann Teil 2 abgeschlossen haben. Weiter ist eine Verlängerung der Ausbildung von 24 auf 26 Stunden geplant, um eingangs die Grundkenntnisse der Teilnehmer abzufragen.

Zum Abschluss bedankte sich KBM Krug für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr.



3b) Bericht des Kreisfernmeldemeisters KBI Schneider

KBI Schneider ging zuerst auf die Ausfälle im abgelaufenen Jahr ein. Hier musste nur ein Ausfall einer Sirenenanlage gemeldet werden. Die Rückmeldungen der Feuerwehren bei den Probealarmierungen funktionieren mittlerweile relativ gut, jedoch sind es immer noch 2-3 Feuerwehren, die nicht eigenständig den Probealarm quittieren.

Schneider wies nochmals daraufhin, dass Übungsalarmierungen nur über die Nachalarmierungsstellen zu erfolgen haben und hier auch rechtzeitig angemeldet werden müssen.

Beim Sprechfunkverkehr ist folgendes anzumerken: Eine Rückmeldung nach einem beendeten Einsatz o.ä. bei der PI Lauf ist nicht notwendig und sollte unterlassen werden. Wichtiger wäre es für das ersteintreffende Fahrzeug eine Rückmeldung an den zuständigen Einsatzleiter abzusetzen (sofern es der Einsatzanlass notwendig macht).

 

KBI Schneider machte deutlich, dass es keinen Sinn macht noch Funkgeräte ohne FMS-Ausstattung zu beschaffen und die Kommandanten dies in Ihrer Planung berücksichtigen mögen, dass in naher Zukunft alle Fahrzeuge mit FMS ausgestattet werden müssen.

Die Probealarmierungen für das Jahr 2005 finden am 19.03, 30.07. und 29.10.2005 statt.

Das Sprechfunkzeugnis wird voraussichtlich am 5. März 2005 im Landratsamt abgenommen. Die Funkausbildungen in den Standorten sollte daher Januar-Februar 2005 beginnen. Bis zum 15.02.2005 ist dem Kreisfernmeldemeister per Fax oder Email zu melden, welche FwDlst an der Prüfung teilnehmen. (Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Teilnahme Funkübung JA/NEIN).

Die Ausbildungsunterlagen sind hier im Downloadbereich abrufbar.

Abschließend bedankte er sich bei den Kommandanten und Feuerwehrdienstleistenden, den Beamten der PI Lauf und bei seinem Stellvertreter Bernd Haslinger.

3c) Bericht des Jugendbeauftragten Armin Steinbauer

In 28 Jugendgruppen im Dienstbezirk II wird momentan Jugendarbeit betrieben. Zum Jahreswechsel 2003/2004 waren 275 Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren in den Feuerwehren aktiv, hiervon 79 Weibliche. Dies bedeutet ein Anstieg um 29 Jugendliche im Vergleich zum Vorjahr. 26 Jugendliche verliesen die Feuerwehren wieder, als Gründe wurde zweimal Wohnortwechsel, viermal Schul- und Berufsausbildung, einmal ein anderer Verein und neunmal wurden stärkere Interessen bzw. keine Lust mehr angegeben. Hier appelierte Steinbauer, dass sich die Verantwortlichen Gedanken über ihre Art und Weise der Jugendarbeit machen sollten.
Zahlreiche Jugendliche nahmen im Berichtsjahr an Grundausbildungs, sowie Truppmannlehrgängen mit gutem Erfolg teil.
Im Frühjahr lud Steinbauer die Jugendwarte sowie einige interessierte Kommandanten zu einer Unterweisung über den Inhalt und den Zweck des Brandschutzerziehungskoffer ein.
Im Juli wurde im DB III die Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr durchgeführt, welche von allen Teilnehmen mit Erfolg abgelegt werden konnte.

 

Im gleichen Monat führte die Feuerwehr Neunhof, änlässlich ihres Jubiläums, ein Geländespiel mit sechs verschiedenen Aufgaben durch, woran sich 20 Jugendgruppen beteiligten.

Das diesjährige Landkreiszeltlager fand in diesem Jahr ausnahmsweise nicht im Landkreis, sondern im Bundesland Brandenburg statt (wir berichteten).

Im Oktober fand eine Fortbildung der Jugendwarte und federführenden Kommandanten über das Thema "Impfschutz" (wir berichteten) statt. Einen Monat später konnte der Wissenstest der Feuerwehrjugend (wir berichteten) durchgeführt werden, bei dem 115 Jugendliche zur Prüfung erschienen.

3d) Bericht des Oberschiedsrichters


 

KBM Geißler berichtete, dass im vergangenen Jahr 1 Grundausbildungslehrgang in der Zeit vom 02.03 bis 16.04.2004 mit 27 Teilnehmern in Schnaittach abgehalten wurde. Des weiteren wurden an den Standorten Lehrgänge Truppmann Teil 1 und 2 und Truppführerlehrgänge selbst durchgeführt. Insgesamt wurden hier 89 Teilnehmer geprüft.

Ein Maschinistenlehrgang mit 17 Teilnehmern fand in der Zeit vom 30.08. bis 24.09.2004 in Schnaittach statt. Für das kommende Jahr ist vom 04.07. bis 29.07. ein Maschinistenlehrgang geplant.

Im Bereich der Leistungsprüfungen wurden bei 20 Abnahmen 234 Aktive aus 14 Feuerwehren geprüft. Die Prüfung nach FwDV 4 legten 170 Aktive und nach THL 64 Teilnehmer ab.

 


4.) Bekanntgaben des Kreisjugendwartes

Da der Kreisjugendwart KBM Barth entschuldigt war, wurde dieser Tagesordnungspunkt übersprungen. Stellvertretend gab Jugendbeauftragter Armin Steinbauer während seines Tagesordnungspunktes noch einige Termine bekannt. So findet im nächsten jahr das Pfingstjugendlager in Gänserndorf/NÖ, das bayerische Jugendlager im Lkr. Neustadt/Aisch, das Landesjugendlager in Niederösterreich und die Abnahme des bayerischen Jugendleistungsabzeichen, vermutlich im Dienstbezirk III, statt.

5.) Bekanntgaben des Kreisbrandrates

Kreisbrandrat Pawelke begrüsste die Anwesenden und kündigte an, dass im nächsten Jahr 10 Feuerwehrfeste im Lkr. zu verzeichnen sind. Die Termine sind im Downloadbereich abrufbar.
Zum Thema Zuwendungen berichtete Pawelke, dass mit Beginn des Jahres 2004 quasi ein Förderstopp eingerichtet wurde, da die Förderung von Gerätehäusern und Fahrzeugen ein derart großes Volumen angenommen hatte, dass die Förderung erst 3-4 Jahre später an die Kommunen ausgezahlt werden konnte. Ein neues System wurde entwickelt: Es gibt keine errechneten Beträge für Fahrzeugförderungen, sondern pauschalierte Beträge, die aus einem Mittelwert gebildet wurden. Nach einen Abstimmungsverfahren mit den kommunalen Spitzenverbänden ist in den nächsten Wochen mit der Bekanntgabe der neuen Richtlinen zu rechnen.

 

 

Zu der Lehrgangsabwicklung an den drei staatlichen Feuerwehrschulen berichtete Pawelke, dass ein erheblicher Unterschied zwischen den geforderten und zugewiesenen Lehrgängen bestehe. Im Jahr 2004 wurden 220 Lehrgänge angefordert, aber nur 81 Lehrgänge dem Lkr. Nürnberger Land zugewiesen. Jedoch sei hier auch zu bemerken, dass die meisten Lehrgänge aus dem DB II angefordert wurden. 19 weitere Lehrgänge konnten aus dem Lehrgangsystem (Lega, siehe Link-Bereich) zusätzlich besucht werden. Für das Jahr 2005 wurden 240 Lehrgänge angefordert und 100 zugewiesen.

Aus aktuellen Anlass gab Pawelke eine Information den Innenministeriums weiter. In Dieselfahrzeugen wurden Microorganismen im Dieselkraftstoff festgestellt. Erkennen kann man eine Besiedlung an einer dunklen, schleimigen Substanz, die z.b. Filter, Zuleitungen usw. verstopfen kann. Ideale Bedingungen für die Entwicklung von Keimen sind: seltene Befüllung/Entleerung des Kraftstofftanks, Feuchtigkeit und die Verwendung von Bio-Diesel. Das Innenministerium empfiehlt daher:

  • nur Qualitätskraftstoff tanken
  • keinen Bio-Diesel verwenden
  • außerhalb des Tankes (in Kanistern) den Kraftstoff nicht zu lange lagern
  • regelmässige Durchführung von Bewegungsfahrten
  • Entwässerung kraftstoffführender Elemente
  • Sommerdiesel aufbrauchen und Winterdiesel verwenden

6. Verschiedenes

Nach der Abhandlung des Punktes "Verschiedenes" schloß KBI Fuchs die Versammlung und wünschte den Anwesenden einen guten nach Hause weg und schöne, besinnliche Feiertage.

Fotos und Bericht: KFV Online

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