Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Traumwetter für den Tag der offenen Tür 23.09.2004

HERSBRUCK (DB1) - Bei herrlichem Wetter öffnete die Freiwillige Feuerwehr Hersbruck am 18. September um 13.00 Uhr Tür und Tor für die Bevölkerung Hersbrucks und interessierte Besucher aus dem Umland sowie für Gäste anderer Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der am 22.10.03 in Dienst gegangene Rüstwagen. Um die Einsatzmöglichkeiten des RW`s so kurzweilig wie möglich darzustellen, entschloss man sich eine Personenrettung aus einem PKW in Etappen durchzuführen. Kommandant Georg Bock kommentierte ausführlich und informativ die einzelnen Schritte der Gruppe auf dem Aktionsfeld im Hof des Gerätehauses.

Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten konnten sich die Besucher hautnah am PKW die durchgeführten Schnitte und Erweiterungen ansehen und das eine oder andere Gerät wie Rettungsschere, Rettungsspreizer, Rettungszylinder und Glassäge durch die Kameraden erklären lassen.

Am Schluss konnte dann aus dem unterbauten PKW, von dem Scheiben, Türen, Kofferraum und Dach entfernt, die Lenksäule nach vorne gezogen und mittels den hydraulischen Rettungszylindern der Vorderaufbau nach vorne gedrückt wurde, mittels einer speziell klappbaren Schaufeltrage die eingeklemmte Person befreit werden.

Um die 120 kN Kraft der Rettungszylinder noch einmal zu verdeutlichen wurde ein Vierkantrohrrahmen auseinander gedrückt. Die Kräfte der Rettungsschere und des Rettungsspreizers konnten dann die Besucher an verschieden Rund- und Flachstählen, T-Trägern und Profilträger, wie sie teilweise im Auto als Seitenaufprallschutz Verwendung finden, bestaunen.

 

Natürlich wurden wieder "däi leggan Koung fo eire Feierwehrfraun" im Internetcafe, in dem eine Präsentation der Homepage im Hintergrund lief, bei Kaffee und Tee genossen.

Um den Eltern auch mal eine Pause für sich zu ermöglichen gab es hinterm Gerätehaus eine Kindermeile. Dank dem Team von Oberbrandmeister Michael Bals - Brandschutzerzieher und Feuerwehrshopbetreiber - waren die Kinder wie verzaubert von Ihrer kleinen Feuerwehrwelt. Sie konnten aus einer Feuerwache mit Bobbycars zu einem verrauchten Brandhaus ausrücken und mit Uniform, Atemschutzmasken und Helm aus dem verrauchten Haus Puppen und Kuscheltiere retten.

 
     
   

Die Eltern und Großeltern konnten nur selten den großen Augen der Bambinofloriansjünger am Verkaufsstand für Feuerwehrartikel widerstehen. Egal ob beim T-Shirt, Kinderuniform, Kinderfeuerwehrhelm, Blaulichtwecker oder Feuerwehrspielzeugartikel, nur schwer konnten sich die kleinen ohne eine Eroberung wieder vom Shop trennen.

Abgerundet wurde die Kindermeile durch ein Elektroauto mit Blaulicht und Sirene in dem die kleinen in einem abgesteckten Parcours fahren konnten, sowie einer Spritzwand bei der mit Muskelkraft das Wasser von Kübelspritzen zielgenau in brennende Fenster gelenkt werden musste.

Für die etwas größeren Kinder aber auch Erwachsenen wurde ein Bierkastenkletterwettbewerb durchgeführt. Mit einer Rettungsweste über die ausgefahrene Drehleiter gesichert, wurde gestapelt und geklettert was das Zeug hielt. Der 12-jährige Alexander Stöhr gewann mit 30 übereinander gestapelten Bierkästen die Geschicklichkeitsdisziplin. Zu erwähnen ist auch ein 5-jähriges Mädchen, nur wegen der zu kurzen Arme musste sie teilweise freistehend beim 22. Kasten aufgeben. Das war in etwa die Höhe bei der die Kästen nicht mehr von unten
angereicht werden konnten, sondern an einem zweiten Seil mit einem Haken befestigt wurden, leider musste sie hier aufgeben.

Gleich am Eingang befand sich die Haltestelle des Kinderlöschzuges, an dem auch die teilweise
mitfahrenden Eltern ihren Gefallen fanden. In Rund 10 Minuten fuhr der meist vollbesetzte Löschzug,
bestehend aus einem Traktor und vier Anhängern vom Gerätehaus über die Happurger Straße, Eichelgasse und Ostbahnstraße wieder zurück zum Gerätehaus.

Im vorderen Teil des Gerätehauses stellte die Modellbaugruppe ihre detailgetreuen und mit viel Liebe gebauten Diarahmen aus. Auch außergewöhnliche Modellautos und ein kabelgesteuerter Feuerwehrtruck konnte hier bestaunt und bespielt werden.

 
     
   

An einem in vielen Stunden gebautem Rauchhaus wurde der Sinn und Zweck der Überdruckbelüftung an verrauchten Gebäuden erklärt und durch die Glasfassade beobachtet.

Stündlich wurden interessierte Besucher durch das Gerätehaus geführt. Dabei war es den Verantwortlichen wichtig die Feuerwehr an sich, Sinn und Zweck
verschiedener Geräte und Räumlichkeiten sowie die Vielfalt unsere Arbeit für den Bürger im Übungs-, Ausbildungs- und Einsatzdienst aber auch die vorhandene Kameradschaft näher zu bringen. Von der Fahrzeughalle über die Schlauchpflegewerkstatt, den Schlauchtrocken- und Übungsturm, die Atemschutzwerkstatt, die Einsatzzentrale, durch die Kfz-Werkstatt und Waschhalle, in die im Obergeschoß befindlichen Schulungsräumen, endete die Führung dann im in Eigenleistung ausgebauten Floriansstüberl um sich dort gleich mit Kaffee, Tee und Kuchen zu stärken.

Nachmittags konnten sich dann noch alle hungrigen am Grill- und Getränkestand mit Bratwürsten und kalten Getränken versorgen.

Bericht und Fotos: FF Hersbruck

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