Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Spendenübergabe an die First Responder der Gemeinde Vorra 04.08.2004

VORRA (DB1) - Anlässlich einer kleinen Feierstunde wurde der First Responder Gruppe der Feuerwehren Vorra und Artelshofen eine Spende überreicht. Es handelte sich um den Erlös einer Verlosung der ortsansässigen Handwerker bei einer Handwerksausstellung in Artelshofen.

Die First Responder Gruppe der beiden Feuerwehren Vorra und Artelshofen, die unter der Leitung des ASB Jura seit 1. Februar im Dienst ist, hatte bis heute etwa 40 Ernstfalleinsätze zu verzeichnen. Während die Feuerwehr der Gemeinde Vorra etwa den Großraum Gemeinde Vorra mit Ortsverbindungsstraßen abdeckt, so rücken die Helfer vor Ort des ASB im oberen Pegnitztal - Bereich Velden Neuhaus aus. Ihre Einsatzzahlen liegen in etwa bei denen des unterem Pegnitztals.

Wie wichtig die Arbeit der First Responder Gruppe ist zeigen viele Einsätze. Durch ungünstige Umstände - beispielsweise wenn die Rettungswagen aus Hersbruck und Velden nicht am Standort sind müssen relativ lange Wartezeiten überbrückt werden. Doch auch im "Normalfall" kann durch die Lage der Gemeinde Vorra meist eine Wartezeit von durchschnittlich 6 Minuten überbrückt werden.

Ausgerückt wird mit dem Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr Vorra vom Gerätehaus aus. Die First Responder rücken innerhalb 2 Minuten 24 Stunden am Tag - 365 Tage im Jahr aus. Die Mindestausbildung des Fahrzeugführers ist Rettungssanitäter - Als Helfer und Fahrer rücken Feuerwehrsanitäter/innen mit aus. Mit derzeit 10 Rettungssanitätern, 1 Rettungsassistenten, sehr vielen Feuerwehrsanitätern und einem Arzt sind wir sicher sehr gut "ausgestattet".

 

Da die Feuerwehr nun etwa jeden 2 Tag ausrückt, und zusätzlich noch die "klassischen" Feuerwehreinsätze zu bewältigen sind, werden immer mehr Bürger auf "Ihre" Feuerwehr Aufmerksam.

Die Spende der örtlichen Handwerker - die auf initiative von Peter Gebhard an die First Responder überreicht wurde - kann bei der gespannten Haushaltslage der Gemeinde Vorra sehr gut gebraucht werden. Die beiden Feuerwehren haben es sich zum Ziel gemacht weder den Feuerwehrvereinen - noch der Gemeinde über das normale Maß hinaus auf der "Tasche" zu liegen. Finanziert wird die Gruppe fast ausschließlich aus Spenden. Dennoch haben es sie die Feuerwehrvereine sowie die Gemeinde Vorra nicht nehmen lassen die Gruppe finanziell zu unterstützen.
Von dem Geld der Spende wird ein Übungsdefibrillator beschafft. Mit diesem Gerät können alle bereits ausgebildeten Mitbürger sowie die Feuerwehren realitätsnah üben.

Ein weiterer Punkt war die Abgabe der Leitung der First Responder Gruppe von Jörg Häusler an André Linhard und Dr. Werner Kronenberg.
In einer kurzen Ansprache erläuterte Jörg Häusler den Werdegang der First-Responder Gruppe:

In einigen Köpfen ging die Idee schon sehr herum. Doch gesetzliche und auch organisatorische Probleme - und vielleicht auch einfach die letzte "initialzündung" ließen bis zum 01.02.2004 auf die First Responder warten.

Durch den plötzlichen Herztod des Vater´s von Jörg Häusler im Oktober 2002 entschloss sich der Kommandant der Feuerwehr Vorra das Unternehmen voran zu treiben. Die Beschaffung von zwei Frühdefibrillatoren durch die Raiffeisenbanken Mittelfrankens und die Familie Häusler wurde zum Meilenstein des Projekts. Ein Gerät wird öffentlich zugänglich im Vorraum der Raiffeisenbank Vorra stationiert - ein Gerät besitzen die First Responder.

Der ASB Jura setzte eine First Responder Gruppe für das Pegnitztal in Dienst - für den Bereich unteres Pegnitztal übernimmt diese Aufgabe die Feuerwehr Gemeinde Vorra.

Da nun alles in "trockenen" Tüchern ist - und die First Responder Gruppe hervorragend läuft, zieht sich der Kommandant zurück und übergibt das Amt in neue Hände.

Eine Überraschung enthielt ein Grußwort des Vorsitzenden des ASB Jura Roland Löb.
So konnte er an den Kommandanten Jörg Häusler sowie an die Gemeinde Vorra - vertreten durch 1.Bgm. Volker Herzog das SAMARITER EHRENKREUZ IN BRONZE welches für besondere Verdienste um die Förderung des Arbeiter-Samariter-Bundes zur Verwirklichung humanitärer Ziele verliehen wird überreichen.

Hoffentlich finden sich noch viele Feuerwehren / Gemeinden / Firmen die zumindest für ihren Eigenschutz Frühdefibrillatoren mit an "Bord" nehmen.

First Responder Gruppen sind nicht überall nötig - es gibt nur einige wenige Orte/Gemeinden die relativ schlecht an den öffentlichen Rettungsdienst angebunden sind.

Die First Responder Gruppe der Gemeinde Vorra ist ein sehr guter Beweis für die hervorragende Zusammenarbeit zweier Rettungsorganisationen.

Jedoch möchten wir uns auch hier an dieser Stelle bei den Kollegen vom Bayrischen Roten Kreuz für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken!

Wir stellen ja keinesfalls eine Konkurrenz zum Rettungsdienst dar - allenfalls eine gute Ergänzung


Wenn sie Interesse haben sprechen sie uns an!

Mehr unter: http://home.vr-web.de/ffw.vorra/
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Fotos und Bericht: FF Vorra

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