Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung 2004 02.07.2004

RÖTHENBACH (LAU) - Am 01. Juli 2004 fand in der Stadthalle Röthenbach die diesjährige Dienstversammlung der Kommandanten der Feuerwehren im Landkreis Nürnberger Land statt. Im Anschluß daran fand eine Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes statt.

Tagesordnung:

1.) Begrüßung
2.) Bericht des Kreisbrandrates
3.) Bericht des Oberschiedsrichters
4.) Bericht des Kreisjugendwartes
5.) Bericht des Kreisfernmeldemeisters
6.) Verschiedenes

1.) Begrüßung

Kreisbrandrat Pawelke eröffnete die Dienstversammlung der Kommandanten um 19:00 Uhr und begrüßte alle Anwesenden, besonders Herrn Landrat Reich, Herrn Regierungsrat Kroder, Herrn Amtsrat Hertlein und die Führungskräfte der Kreisbrandinspektion. Seinen besonderen Dank richtete er an die Stadt Röthenbach, die wiederum die Stadthalle zur Verfügung gestellt hatte und der Feuerwehr Röthenbach für die Organisation.

Landrat Helmut Reich begrüßte die Anwesenden, auch im Namen des Kreistages, der Verwaltung und der gesamten Bevölkerung. Er bedankte sich bei den Führungskräften für die gute Zusammenarbeit mit der Abteilung 3 des Landratsamtes.

  Landrat Reich bat die Vertreter der Feuerwehren Lauf und Vorra zu sich zu kommen. Die Jugendgruppen der beiden Wehren hatten sich in den vergangenen Jahren für den Umweltschutz stark gemacht und nun eine Urkunde des Umweltministeriums erhalten.
Übergabe der Urkunden an die Vertreter der Feuerwehren Lauf und Vorra...
   

2.) Bericht des Kreisbrandrates

Kreisbrandrat Pawelke ging in seinem Bericht zuerst auf die personelle Situation ein.
Mit 4.882 Feuerwehrdienstleistenden leisten im Jahr 2004 exakt soviele Feuerwehrmänner und -frauen Dienst wie im Jahr zuvor. Im Bereich der Aktiven ist ein Zuwachs von 8 Feuerwehrdienstleistenden, im Bereich der Jugendlichen sogar von 25 zu verzeichnen. Bei den Werkfeuerwehren versehen mit 113 Feuerwehrdienstleistenden im Jahr 2004 32 weniger Dienst als im Jahr zuvor.
Der Landkreis Nürnberger Land muß sich momentan keine Sorgen um seine Personalstruktur machen, jedoch sieht es auf Bundesebene nicht überall so aus. Hier ist jährlich ein Rückgang von ca. 3-6% der Dienstleistenden zu verzeichnen.

 

Die Feuerwehren im Landkreis verfügen derzeit über 205 Fahrzeuge, 80 Anhänger, 1.350 Funkmeldeempfänger, 499 Handsprechfunkgeräte im 2m-Band, 212 Fahrzeug- und ortsfeste Sprechfunkstellen im 4m-Brand und über 400 Preßluftatmer. Mit über 1.000 ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern kann auch die dreifache Besetzung sichergestellt werden.

Im Jahr 2003 mussten im Landkreis Nürnberger Land 334 Brände, 1.086 technische Hilfeleistungen, 160 Sicherheitswachen und 95 Fehlalarmierungen verzeichnet werden. Dies sind weit über 18.000 Einsatzstunden, die von den ehrenamtlichen Dienstleistenden in Ihrer Freizeit erbracht wurden. Über Jahre hin betrachtet ist eine kontinuierliche Steigerung der Einsatzzahlen zu verzeichnen.

Die Brände schlüsseln sich in 217 Kleinbrände, 67 Mittelbrände und in 10 Großbrände auf. 34 mal war das Feuer bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht.

Erfreuliches ist im Bereich der Fehlalarmierungen zu berichten. Keiner der 95 Fehlalarmierungen ist auf böswilliges Verhalten des Meldenden zurückzuführen. 43 mal handelte es sich um einen Irrtum des Meldenden und 49 Alarmierungen wurden zu automatischen Brandmeldeanlagen ausgelöst.

Für das vergangene Jahr wurden durch die Kommandanten 238 Lehrgänge angefordert. Durch die Regierung von Mittelfranken wurden 90 Lehrgänge zugewiesen. Drei Lehrgänge konnten nicht besetzt werden. Durch das Lehrgangsverwaltungssystem Lega konnten 12 weitere Lehrgänge besetzt werden. Mit 99 besetzten Lehrgängen ist dies als positives Ergebnis zu betrachten. Für das Jahr 2004 wurden 220 Lehrgänge angefordert, wovon 81 durch die Regierung zugewiesen wurden. Die Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern, Maschinisten, Truppmännern, Truppführern und die Grundausbildung finden nach wie vor aus Landkreisebene statt.

3.) Bericht des Oberschiedsrichters

In Vertretung für den Oberschiedsrichter KBM Geißler trug KBM Rößel die Fakten über die Leistungsprüfungen im vergangenen Jahr vor: So legten 2003 im Diensbezirk 1 328, im Dienstbezirk 2 202 und im Dienstbezirk 3 239 aus insgesamt 49 Feuerwehren bei 53 Abnahmen ein Leistungsabzeichen ab.

In Vorra fand eine Abnahme der Jugendleistungsspange statt, bei dem insgesamt 187 Jugendliche teilnahmen.

Abschließend bedankte sich Rößel bei den Anwesenden, den Schiedsrichtern und den Ausbildern für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenem Jahr.

 

4.) Bericht des Kreisjugendwartes

KBM Barth begrüßte die Anwesenden und begann seinen kurz gehaltenen Bericht. Der ausführliche Bericht wurde an die Anwesenden verteilt und kann hier downgeloadet werden.

 

 

Ein erfreulicher Trend ist bei den Mitgliedszahlen der Jugendfeuerwehren zu verzeichnen. Zum Jahresende 2003 waren 815 Jugendliche, davon 22% Mädchen in 82 Jugendgruppen aktiv. Dies ist eine stolze Zahl, wenn man bedenkt, dass es vor 20 Jahren genau 346 Jugendliche und vor 10 Jahren 422 Jugendliche waren, die Dienst in einer Feuerwehr versehen haben. Jedoch sei es falsch, sich auf diesen Zahlen auszuruhen, wenn man den Fortbestand der Feuerwehren sichern will.

Eine Chance Neumitglieder zu werben bietet die diesjährige Feuerwehraktionswoche. Hier sollte vor Ort in Schulen und Kindergärten aktiv für die Jugendarbeit der Feuerwehr geworben werden. Eine kostenlose Ausstattung an Plakaten und Werbefaltblätter sind durch den Landesfeuerwehrverband Bayern und der Jugendfeuerwehr Bayern über den Kreisfeuerwehrverband erhältlich.

Das diesjährige 14. Zeltlager findet von 3. bis 5. September, diesmal nicht im Landkreis, sondern in der Nähe von Berlin, in Spreeau statt. Anlass hierfür ist die 40-Jahrfeier der Deutschen Jugendfeuerwehr. 75 Jugendliche werden die Möglichkeit haben, dank der Unterstützung der beiden Bundestagsabgeordneten Verena Wohlleben und Marlene Mortler, den Deutschen Bundestag zu besichtigen. Weiter können alle Teilnehmer des Zeltlagers am Jugendfest des Bundeskanzleramtes teilnehmen können.


ausführlicher Bericht des Kreisjugendwartes

KBR Pawelke ergriff nach diesem Bericht das Wort und teilte den Anwesenden mit, dass KBM Barth vor genau 20 Jahren zum Kreisjugendfeuerwehrwart ernannt wurde und bedankte sich für die geleistete Arbeit.

5.) Bericht des Kreisfernmeldemeisters

Kreisbrandinspektor Schneider ging in seinem Bericht zuerst auf die Schulung der Funkausbilder ein. Ingesamt 64 Funkausbilder wurden an den Standorten Hersbruck und Altdorf im Umgang mit dem neuen Ausbildungsordner für die Sprechfunkausbildung vertraut gemacht. Nach einer schriftlichen Befragung bewerteten 75% der Teilnehmer den Lehrgang als gut und 17,5% den Lehrgang als sehr gut. 72% fanden den Lehrgang gut und 27% sehr gut verständlich. Kritisch wurde von Teilnehmern angemerkt, dass mehr Praxis in Form von Funkübungen in den Feuerwehren abgehalten werden sollten. KBI Schneider appelierte an die Anwesenden mindestens einmal im Jahr ein Funkübung abzuhalten und bot gleichzeitig hierfür seine Hilfe an, falls die Feuerwehren mit der Durchführung Probleme hätten.  

Für 2005 ist wieder eine Sprechfunkausbildung geplant. Die Prüfung soll entweder am 13. oder 19. März stattfinden, jedoch muß der Termin erst mit dem KBR und dem Landratsamt abgestimmt werden. Ein Treffen der Ausbilder ist vorher nicht mehr erforderlich.

Zum Thema Digitalfunk berichtete Schneider, dass wegen Geldmangel derzeit ein Stillstand eingetreten ist. Es wird kein Digitalfunk bis zur Fußball WM in Deutschland eingeführt sein. Positiv zu bewerten ist, dass die Bundesländer eine Dachvereinbarung getroffen haben, wonach alle 16 Bundesländer ein einheitliches System einführen werden.

Schneider erläuterte nochmal die Nutzung der Kanäle im 2m Band:

Kanal
Bandlage
Funktion
55 U/W Betriebskanal FF
25 U/W Ausweichkanal für alle FF
25 O/W Funkverkehr mit EZ
55 O/W für FW mit bes. Ausstattung
31 U/W Zusammenarbeit mit anderen BOS

Der Kreisfernmeldemeister erinnerte noch daran, dass zum Jahresende eine schriftliche Meldung an das Sachgebiet 3 des Landratsamtes mit einer Aufstellung aller Funkmeldeempfänger und -geräte zu erfolgen hat.

6.) Verschiedenes

KBR Pawelke kündigte die noch ausstehenden Feuerwehrfeste in diesem Jahr an (siehe Termine). Für die folgenden Jahre bis einschließlich 2009 wurden auch schon Feuerwehrfeste angemeldet.

Für die Anmeldung für das Feuerwehrerholungsheim genüge die Unterschrift des Kommandanten. Eine Abzeichnung durch den KBR ist bei einer normalen Anmeldung nicht erforderlich.

Zum Thema Feuerwehrhelm berichtete KBR Pawelke, dass der jetzige Stahlhelm, wie allgemein bekannt, nicht mehr in den Handel gebracht wird. Ein neues Modell, ähnlich des alten Modells, der jedoch elektrisch isoliert ist, ist gegen einen gering höheren Preis verfügbar.

Die Löschgruppenfahrzeuge LF 20/16 bzw. HLF 20/16 werden künftig genormt sein und haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 14t und eine Mindestlöschwassermenge von 1.600 Litern.

Eine Planung der EU den Führerschein C1 von 7,5t auf 6t zu reduzieren wird nun doch nicht durchgeführt.

Neu beschaffte Atemluftflaschen sind nach der neuen Richtlinie lackiert. Bereits vorhandene Flaschen, die noch die alte Lackierung tragen, müssen nicht umlackiert werden.

Künftige Standorte von Brandhäusern zur Ausbildung der Atemschutzgeräteträger werden für den Landkreis Nürnberger Land die Standorte Nürnberg und Neumarkt sein.

Gegen 20:30 Uhr schloß Kreisbrandrat Pawelke die Dienstversammlung und wünschte den Anwesenden einen guten Nachhauseweg.

Bericht und Fotos: KFV-Online

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