Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
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Übung mit dem Tierrettungsgeschirr an Pferden 10.04.2004

 

HERSBRUCK (DB1) - Eine Ausbildung der besondern Art, konnte die Freiwillige Feuerwehr Hersbruck am Abend des 7. April 2004 genießen.

Auf Anfrage des stellvertretenden Kommandanten, Uwe Holzinger, bei Hans Wattenbach, Besitzer des Diertershofener Reitstalles und selbst Feuerwehrkamerad gelang es zur Ausbildung der Wehrmäner an dem Tierrettungsgeschirr, zwei Pferde auf den Übungshof der Feuerwehr zu organisieren.

Zuerst ging es an die Trockenübung in der Fahrzeughalle. Uwe Holzinger erklärte, das mit dem neuen Rüstwagen beschaffte Tierrettungsgerät (Ersatzbeschaffung) bestehend aus einem Lastentuch, einer Seilspinne und verschiedenen Gurten und Schonern sowie einer Zugöse. Ein Patentrezept zum Anlegen des Geschirrs gibt es nicht, da bei jeder Rettung das Lastentuch der Lage des Tieres angepasst werden muss.

Nachdem dann Hans Wattenbach fachliche Ratschläge über das Verhalten mit und von Pferden, deren möglichen Panikreaktionen und einer evtl. Rettung aus Stallungen erörtert hatte, ging es nun in den Übungshof zu den zwei geduldigen und schon geschirrgewohnten Haflingern.

Pferde sehen wesentlich größer als Menschen, deshalb ist es - entgegen der Unfallverhütungsvorschrift für Feuerwehren - ratsam, beim Umgang mit Pferden den Feuerwehrhelm abzusetzten und auch sonst ruhig und gelassen aufzutreten und im ruhigen Ton mit dem Pferd zu sprechen. Keinesfalls sollte man das Pferd beim Herantreten in Richtung Augen oder Maul berühren.

Aufgabe war es ein stehendes Pferd aus einer Versenkung zu heben. Die Drehleiter wurde mit dem Kettenzug als Kran in Stellung gebracht und das Pferdehebegeschirr ausgepackt und übersichtlich abgelegt. Anschliesend wurde das Rettungstuch und der Brustgurt angelegt.

Das Pferd ließ alles über sich ergehen, als würde es alltäglich sein, deswegen unterließ es Hans Wattenbach auch nicht, immer wieder darauf hinzuweisen, daß dies wohl mit einem panischen oder gestressten Tier nur sehr schwer möglich wäre. Deshalb sollte stets ein Tierarzt an der Einsatzstelle sein, welcher das Tier sediert. So wäre ein Arbeiten wesentlich effektiver und ungefährlicher möglich.

Von dem Versuch das Pferd tatsächlich anzuheben wurde abgesehen. Vielen herzlichen Dank an die Familie Wattenbach und Ihrem Team, für den fachlichen Einblick in die Welt der Pferde und deren Rettung.

Bericht und Fotos: Feuerwehr Hersbruck

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